Der Besucherpavillon im Dhauner Schlossgarten wäre das unsinnigste Projekt seit dem Turmbau zu Babel!

Nun also doch. Der Schlossgarten wird mit einem Besucherpavillon „aufgewertet“. Beschlossen und heute in der Zeitung verkündet. Beurteilen wir es mal wohlwollend: Der Schloss-Pavillon ist ein Projekt gemäß dem Motto „gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht“! Wer bitteschön soll den gewinnbringend betreiben? Mögliche Pächter stehen hier und anderswo nicht gerade Schlange. Zuschüsse für die Anschaffung hin oder her, der Zweckverband plant naiv ins Blaue hinein und hat diesbezüglich kein Konzept – zumindest kein schlüssiges. Warum in Gottes Namen will man den bezuschussten Kasten unbedingt platzieren? Hat man widererwartend einen Betreiber in der Hinterhand? Noch dazu einer, der ausbildet? Wohl kaum! Bei dem Anforderungsprofil wird sich auch keiner finden. Wer sucht schon Harakiri!

Was rauchen die Verantwortlichen nur immer für ein Zeugs während ihren Sitzungen. Eines, das offensichtlich nicht nur die Sinne vernebelt, sondern auch den gesunden Menschenverstand außer Kraft setzt. Hallo, aufwachen, Die Zeiten haben sich geändert. Der Wappensaal ist zurück. Und der deckt alles ab. Es braucht den Besucherpavillon nicht mehr. Punkt! Die 144 000 Euro können anderswo effektiver eingesetzt werden, oder nicht? Anstatt mit dem Wappensaal zu kooperieren, wird stur auf Attacke geschaltet sowie an alten Zöpfen festgehalten. Nichts anderes ist diese Vorgehensweise. Man muss kein Gastronomie-Experte sein, um beurteilen zu können, dass Besucherpavillon und Wappensaal nebeneinander wirtschaftlich nur schwerlich existieren können. Zwei ist einer zu viel! Erst gab es keine Gaststätte in Dhaun und jetzt gleich doppelt gemoppelte Einkehrmöglichkeiten im Umkreis von nur einhundert Metern. Finde den Fehler? Wenn es für beide nicht reicht, dann besteht durchaus die Gefahr, dass in Dhaun wieder auf Null gestellt werden muss.

Fakt ist, die Touristenströme reichen für eine solche Dichte bei weitem nicht aus. Jedenfalls nicht im Alltag. Platziert man den Besucherpavillon jetzt um jeden Preis, dann verpasst man dem Wappensaal-Betreiber Marco Fritz womöglich den frühzeitigen Knockout. Und selbst stellt man sich ja auch ein Bein. Will man das wirklich? Wenn es nur um die SooNahe-Theke oder Touristeninformation geht, dann findet sich sicherlich eine andere Lösung. Eventuell findet sich sogar im Wappensaal ein Plätzchen für Beratung und Verkauf. Nochmals, einen Besucherpavillon braucht es nicht. Nicht mehr! Noch ist der ja final nicht beschlossen. Liebe Zweckverband-Mitglieder, stoppt den Irrsinn! Die Vorzeichen haben sich geändert. Debattiert über das Für- und Wider in der heutigen Sitzung. Verzichtet auf das Rauchzeugs. Dann kommt ihr auch zu einer klugen Entscheidung. Und die kann nur das Aus für den Besucher-Pavillon bedeuten. Der ist zum scheitern verurteilt. Schafft die Kehrtwende. Leerstände gibt es auf dem Dhauner Schloss schon zu Genüge.