Der Besucher-Pavillon wird nicht gebaut! Haken dran an das unsinnigste Projekt seit dem Turmbau zu Babel !

Na also, geht doch! Dem vernehmen nach hat der Zweckverband Schloss Dhaun den Besucher-Pavillon verworfen oder anders ausgedrückt in aller Stille begraben. Man will die Initiative nicht mehr weiter verfolgen, heißt es. Gut so! Denn mit vollem Karacho ein unausgegorenes Projekt gegen die Wand fahren braucht wirklich niemand – nicht für stolze 144 000 Euro. Jubel, die Vernunft hat gesiegt. Warum nun doch die Kehrtwende, nachdem der Öffentliche Anzeiger in einer kleinen Meldung noch vor der entscheidenden Sitzung schon so etwas wie Vollzug mit allen Einzelheiten gemeldet hatte – geschenkt! Seltsam, es sind immer die kleinen Meldungen, die für eine besondere Tragweite stehen. Lag es etwa am prompten Veto des Blogs und dem damit einhergehenden Aufschrei in der Öffentlichkeit? Es scheint schwer vorstellbar, dass die verantwortlichen Gremien dem Ratschlag eines aus ihrer Sicht „Mäcklers“ Folge leisten. Scheinbar hat man nur objektiv analysiert und die richtigen Schlüsse aus der Faktenlage gezogen. Sind ja alles kluge Köpfe, gell?

Vielleicht hat aber auch nur jemand das Sinne vernebelnde Rauchzeugs versteckt. Wer weiß? Dennoch, ein wenig auf den Putz hauen im Vorfeld konnte nicht schaden? Eine Art Augenöffner zur rechten Zeit! Eine Entscheidung pro Besucher-Pavillon wäre unter den gegebenen Umständen nur schwer vermittelbar gewesen. Gerade noch mal so rechtzeitig die Handbremse gezogen – passt. Für die Erkenntnis gibt es ein Sonderlob vom Blog. Ja, der kann auch Beifall spenden! Hätte man den Besucher-Pavillon in der vermeldeten Form gebaut und betrieben, dann hätte der sinnbildlich den goldenen Vollpfosten in der „Den-braucht-kein-Mensch-Edition„ vergeben. Jetzt favorisiert man wohl eine abgespeckte Version mit Aufenthaltsraum und Getränkeautomaten. Ja, die Alternative kann funktionieren.

Jawoll, am Ende setzte sich der gesunde Menschenverstand dann doch durch. Durchatmen dürfte jetzt auch der Wappensaal-Betreiber zu Füßen der Schlossmauer. Ihm wurde sicherlich eine Last von seinen Schultern genommen. Zwei Gaststätten mit gleicher Philosophie wäre gewiss eine zu viel gewesen. Ende gut alles gut. Moment, was passiert jetzt mit dem eingesparten Geld? Dafür wird sich bestimmt eine Verwendung finden. Das Schloss ist groß und uralt!