Gute Nachricht, schlechte Nachricht!

Hurra, wir werden wieder in die Freiheit entlassen! Die Ausgangssperre ist Geschichte. Die wurde wegen des fallenden Inzidenz-Pegels wieder aufgehoben. Nur was bringt uns die wiedergewonnene Flexibilität zur Nachtzeit? Wenig bis nichts, möchte man meinen. Egal, eine Auflage weniger. Besser als nix. Gute Nachricht, schlechte Nachricht! Zahlreiche Impftermine müssen adhoc gecancelt werden. Der Grund: Engpässe beim Wundermittel. Die Impfstrategie ist nur noch peinlich. Europa hat versagt, Deutschland hat versagt, Rheinland-Pfalz hat versagt. Punkt! Hört man den Verantwortlichen zu, dann ist aber alles gut. Weit gefehlt. Kein Wunder, dass die Menschen dem Treiben nicht mehr folgen, geschweige denn die Maßnahmen verstehen können. Tagtäglich sterben Menschen, weil sie nicht geimpft werden können. Ein Skandal!   

Autsch, das tut weh!

Schwerer Schlag für Meisenheim. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) ihrer harten Linie treu: Sie wird ab 1. Februar die Öffnungszeiten ihrer Bereitschaftspraxis in Meisenheim von 112 auf 37 Wochenstunden reduzieren. Dr. Peter Heinz zeigte sich vom neuerlichen Veto aus der regionalen Politik, inklusive tausender Unterschriften von Bürgern, unbeeindruckt. Die persönlich vorgetragenen Proteste perlten an dem KV-Vorsitzenden ab, wie an einer Teflon beschichteten Pfanne. Was erlaube KV? Die Frage muss erlaubt sein, zumal sich bei der Übergabe der Resolution durch VG-Bürgermeister Uwe Engelmann, dem Beigeordneten Dietmar Kron, Meisenheims Stadtbürgermeister Gerhard Heil und den Landtagsabgeordneten Markus Stein, die gestandenen Kommunalpolitiker wie Schuljungen vorgekommen sein müssen. Oberlehrer Heinz hat den Landeiern so richtig gezeigt, wer in diesem Verfahren das Sagen hat. mehr

Wann kommt das Kirner Online-Kaufhaus?

Was fällt auf in diesen doch sehr verrückten Zeiten? Nun, der Einzelhandel setzt anderswo vermehrt auf Online-Verkäufe, vorzugweise gebündelt in einer gemeinsamen Plattform. Alles unter einem Dach, ähnlich strukturiert wie ein gut sortiertes Kaufhaus. Heruntergebrochen auf das Kirner Land, wäre das gebündeltes Kaufhaus im Netz als Stärkungsmittel in Zeiten des Corona-Virus eine echte Chance. Nach dem ersten Lock-Down, wurde eine solche Plattform des Kirner Einzelhandels nicht nur angekündigt, sondern auch konkret geplant. Die Geschäfte mussten vor Weihnachten erneut schließen und die Geheimwaffe des Kirner Einzelhandels war, als es galt, noch immer nicht am Start. Wochen später das gleiche Bild. Mittlerweile haben wir Mitte Januar. Finde den Fehler. Woran hängt es? Warum bekommt man es nicht auf die Reihe, den gut gemeinten Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen. Wie schaut es momentan aus mit dem Online-Kaufhaus Kirn und dem Serviceangebot, das damit einhergehen soll? Gerade jetzt, wo für viele nur noch auf diese Art und Weise Warenhandel erlaubt und man auf Bestell-Service angewiesen ist, muss jeder noch immer sein eigenen Süppchen in der eigenen Herdplatte kochen. Warum nur so eine zähe Geschichte? Warum hinkt man den eigenen Ansprüchen dermaßen hinterher?

Wahr ist, ein gut vernetztes Online-Kaufhaus des Kirner Einzelhandels wäre eine echte Option, nicht nur in Krisen-Zeiten. Wahr ist aber auch, bisher wurden die Internet-Regale nicht eingeräumt. Zumindest sieht man von dem Warenkorb (noch) nix. Dabei ist Eile geboten. Verrückt, es herrscht Stillstand in Zeiten, wo Kreativität gefragt wäre. Warum in Gottes Namen dauert es so lange, bis das Kirner Land in ihrem Online-Kaufhaus bummeln gehen kann? Bequem von der Couch aus – passt! Will oder kann man nicht schneller? Am Ende stellt sich der Blog die Einrichtung dieser etwas anderen Einkaufsgelegenheit zu einfach vor? Der Blog sähe in einer gemeinsamen Strategie nur Gewinner. Einzelnes wurschteln ist „out“, gemeinsames agieren „in“! Bestell-, Liefer-, und Abholservice unter einem Dach, besser geht nicht. Leider, leider hat man den richtigen Zeitpunkt verpasst. Mal wieder! Gerade jetzt, wo der Einzelhandel seit Wochen dicht ist, wäre das Online-Kaufhaus eine kluge Alternative, um entgangene Verluste wenigstens etwas abzumildern. Hätte, hätte Fahrradkette! Am Puls der Zeit geht anders. Sorry, Kirn hängt mal wieder hinterher. Schade!

Skywalk-Geburtstag: Kurzes Erinnermich bezüglich versprochener Webcam!

Am 20. Januar 2015 wurde der Nahe-Skywalk in Hochstetten-Dhaun mit viel Tamtam und politischen Ehrengästen, darunter auch die damalige grüne Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, eröffnet. Man kann ruhigen Gewissens attestieren, dass der sich zu einem kleinen aber feinen „Tourismus-Magneten“ entwickelt hat. Ob gerechtfertigt oder nicht, dass möge jeder für sich selbst beurteilen. Apropos Beurteilung, auf Tripadvisor decken die die komplette Bandbreite ab. Von einem eher nüchternen „Naja“ bis einem „ausgezeichnet“ ist alles dabei. Persönliche Eindrücke sind halt verschieden. Keine Frage, der Skywalk hat den Wildgrafen-Wanderweg massiv aufgewertet und auch der Gastronomie gleich nebenan gewiss nicht geschadet. Im Überschwang der Euphorie, versprachen die politisch Verantwortlichen bei der Eröffnungsfeier den Hotspot mit einer Webcam nochmals aufzuwerten. Eine, die den Schwenk rechts und links ins Nahetal rund um die Uhr unternimmt. Passiert ist bis dato nichts. Dabei ließe sich ein Livestream kostengünstig und ohne großen Aufwand prima einrichten. Schade, den täglichen Blick von oben herab vom heimischen Computer einfangen zu können, würde sicherlich für viele Klicks sorgen. Der Werbeeffekt wäre enorm. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Daher wird der Blog nicht müde werden, an jedem offiziellen Geburtstag, am 20. Januar, an eine Webcam zu erinnern. Hochstetten-Dhaun, so wird gemunkelt, soll in Kürze  ja auf eine eigene Homepage zurückgreifen können. Es kann sich nur noch um Wochen oder Monate handeln, bis diese freigeschaltet werden wird. Warum nicht auf der dann neuen Errungenschaft einen Nahetal-Blick, sozusagen als Highlight, platzieren. Falls die Ortsgemeinde das nicht auf die Reihe bekommt oder bekommen will, würde der Blog gerne einspringen wollen. Der kümmert sich dann um Hardware und Sponsoren. Das Angebot steht! Kurze Nachricht genügt!   

Sonntägliche Winterimpressionen

Es gibt ihn also doch noch, den Winter. Zumindest gibt der auch hier bei uns mal ein Gastspiel. In den heimischen Wintersportgebieten hat es ja schon länger die weiße Pracht. Wird irgendwie ja auch Zeit, denn es ist mittlerweile schon Mitte Januar. Leider geht der Schnee schon in eine weiße Pampe über, die sicherlich flugs ganz verschmolzen sein wird. Für Mitte der Woche sind wieder milde Temperaturen vorhergesagt. Von daher, genießen wir tagsüber die prächtige Winterlandschaft. Abends dürfen wir ja eh nicht mehr vor die Haustür.

Das Wort zum Sonntag

Das Impfzentrum in Bad Sobernheim nimmt langsam aber sicher Fahrt auf. Die erste Impf-Bilanz lässt die Verantwortlichen regelrecht jubeln. „Sieben Impflinge in 15 Minuten: läuft!“ – titelt der Öffentliche Anzeiger. Schönreden und Schönschreiben – passt nicht! Den neutralen Beobachtern stellen sich allerdings Fragen: Wieso werden die Kapazitäten nicht umfänglich ausgereizt? Angeblich könnten zwischen 800 und 1000 Bürger auf zwei Impfstraßen durchgeschleust werden. Theoretisch wohlgemerkt. Logistisch offenbar kein Problem. Und dennoch werden täglich gerade einmal 170 Impfungen verabreicht. ZU WENIG! MIESE QUOTE! Und alles nur tagsüber. Nachts könnte man doch auch impfen, oder nicht? Hallo, wir haben Pandemie! Es herrscht Notsituation! Warum nicht einen Impfstraßen-Betrieb rund um die Uhr anbieten? In dieser Ausnahmesituation sollte das doch möglich sein. Mehr noch: Angesichts der exorbitanten Infektionszahlen erklärt der Blog eine solche Strategie für ein absolutes Muss. Es geht schließlich um Menschenleben!

Zugegeben, der hat von außen betrachtet leicht reden, aber laut Denken muss erlaubt sein. Was spricht gegen eine entsprechende Ausweitung? Gibt es zu wenig Impfstoff? Mangelt es an Personal? Scheitert es an der Bürokratie? Provozierend gefragt: Darf der Impfstoff nicht bei Dunkelheit gespritzt werden? Fragen über Fragen, die beantwortet werden wollen. Das Virus breitet sich weiter aus und so etwas wie Normalität kann nur dann wieder einkehren, wenn auf Teufel komm raus geimpft wird. Bei schwachen 170 Patienten am Tag, scheint da nicht nur auf den ersten Blick gewaltig Luft nach oben zu sein! Also, woran liegt es? Bekennt mal Farbe! Will man nicht mehr impfen oder kann man nicht mehr impfen? Fazit: Die bisherige Impfstrategie der EU ist nicht aufgegangen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Die zögerliche Einkaufsstrategie, wird viele Menschenleben kosten. Nochmals die Impflager müssten rappelvoll sein und die Impfstraßen rund um die Uhr auf Hochtouren laufen. Faktisch werden gerade keine Termine mehr ausgegeben, weil es vor Ort an Kapazitäten fehlt. Ein Skandal!

Armin Laschet ist neuer CDU-Frontmann: Schwerer Schlag für Landrätin Bettina Dickes und auch für die SPD!

„Verlieren ist doof. Aber dann auch noch gegen Armin Laschet“! – Der Post der ZDF heute-show dürfte die Gemütslage unserer Landrätin Bettina Dickes eins zu eins widerspiegeln. Was hat unsere Kreis-First-Lady nicht alles unternommen, um ihrem Idol Friedrich Merz auf den Chefsessel zu hieven. Zugegeben, sie hatte ja auch nur eine Stimme, aber siegessicher war sie gewiss. Und wie! Und sie hatte sich auch extrem gut vorbereitet, ja sogar Glückssymbole bemüht. Trotz ihrem Schornsteinfeger-Profilbild, mit dem schwarzen Zylinder auf dem blonden Lockenköpfchen, schwappte das Glück nicht über das Netz hin zum Online-Parteitag rüber. Ihr Herzbube stach nicht! Schlecht für sie, gut für Deutschland? Wer weiß? Merz polarisiert. Er steht für klare Kante und einen anderen Politikstil. Der Mann ist ein echter Typ. Leider aber auch einer auf dem Ego-Trip. Teamplaying kennt und kann der nicht. Er wäre für die CDU ein ständiger Unruheherd gewesen. Die Partei hat ihn verhindert. Dennoch, an der Reizfigur kann man sich wenigstens reiben. Gegen ihn wirkt Laschet wie ein echter Langweiler. Der eher bodenständige Politiker steht für ein „Weiter so“ im Sinne der Kanzlerin. Die dürfte daher innerlich frohlocken. mehr

Heute ist Abgabe: Gebt her Eure ausgedienten Weihnachstbäume!

Nein, „Weihnachtsbaum-Hinterher-Ziehen“ ist keine neue Sportdisziplin. Wäre auch irgendwie eine sehr unpraktische und rein saisonal bedingte Ertüchtigung. Dennoch, man braucht nicht unbedingt einen Anhänger oder Schubkarren, um diese von A nach B transportieren zu können. Solide Handarbeit geht auch. Der Umstand ist dem Corona bedingten ausfallenden Abholservice der Freiwilligen Feuerwehr geschuldet. Ersatzweise hat die heute zwischen 9 und 15 Uhr eine Abgabestation am Feuerwehrhaus eingerichtet. Und dort klappt das wie geschnitten Brot. Baum den Kameraden vor den großen Anhänger legen und schon ist man fertig. Die kümmern sich dann um alles weitere. Abstand- und Hygieneregeln werden auf diese Art und Weise der etwas anderen Entsorgung perfekt eingehalten – passt! Die Feuerwehr rackert im Schichtbetrieb. Alle zwei Stunden ist ein neues Dreier-Team am Start. Die gesammelten Bäume werden letztlich auf dem Grünschnittplatz in Oberhausen entsorgt.  Also, worauf noch warten. Heute ist Abgabetermin. Nix, wie enunner zum Bahnhof. Und vergesst nicht etwas Kleingeld für die Kameradschaftskasse mitzubringen! mehr

Das kranke System: Jürgen Schneider ist kein Einzelfall!

Die Ärztliche Bereitschaftsdienstzentrale ist seit einem halben Jahr Geschichte! Wörtlich hieß es seinerzeit dazu in der Pressemitteilung aus Mainz: „Im Zuge der Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) wird die Ärztliche Bereitschaftspraxis (ÄBP) in Kirn zum 1. Juli 2020 geschlossen. Für die medizinisch notwendige Behandlung immobiler Menschen vor Ort wird langfristig ein mobiler Hausbesuchsdienst aufgebaut. Die Auslastung der BDZ in Kirn sei nur sehr gering gewesen, weshalb sich die KV zu diesem Schritt entschlossen habe. Hurra“, riefen da die maßgeblichen Politikvertreter. Weitsicht geht anders. Verbandsbürgermeister Thomas Jung wörtlich: „Ich habe vollstes Verständnis für die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung, angesichts der geringen Auslastung diese Umstrukturierung durchzuführen“! Bedenken, Fehlanzeige! Und auch Landrätin Bettina Dickes schlug in die gleiche Kerbe: „Man profitiere von dem Pilotprojekt“! Finde den Fehler? Würden die beiden Ihre Statements von damals nochmals so frei von der Leber weg wiederholen? Eher nicht! Wenngleich, korrigiert haben sie ihre Positionen jedenfalls nicht. Also braucht es diese Daseinsfürsorge ihrer Ansicht nach auch nicht. Alles gut? Weit gefehlt! Die von der KV als Glücksfall angepriesene Notfallnummer 116 117 funktioniert eben nur, wenn der zuvor zugesagte Arzt auch kommt. Theorie und Praxis klaffen weit auseinander. Wie immer halt, wenn die KV ihre Finger im Spiel hat. Jürgen Schneider ist kein Einzelfall. Der Besuchsdienst ist eine einzige Farce. Was weg ist, ist weg! Fakt ist, Kirn ist als Notfall-Anlaufstelle aus rein wirtschaftlichen Aspekten heraus wegrationalisiert worden. Das schmerzt. Die seither klaffende Wunde lässt sich nicht mit einem telefonischen Pflaster schließen. Die Beruhigungspille wirkt nicht. Basta! Das System ist einfach nur krank. Profit geht vor Daseinsvorsorge! Pfui!!!

Ausgangssperre!

Der Aufreger der Woche steht fest! Dem Landkreis Kreis Bad Kreuznach hat man eine nächtliche Ausgangssperre auferlegt. Und? Der Grund sind die andauernd hohen Corona-Inzidenzwerte. Land und Kreis haben daher die Verschärfung der bisher bestehenden Regeln beschlossen. Sie tritt in der Nacht von Freitag auf Samstag in Kraft. Die Ausgangssperre gilt jeweils von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. In dieser Zeit dürfen Einwohner im Kreis Bad Kreuznach nur aus wichtigen Gründen das Haus verlassen. Dazu zählt beispielsweise der Weg zur oder von der Arbeit, die Pflege von Angehörigen oder der Spaziergang mit dem Hund. In der Fußgängerzone in Bad Kreuznach wird es ebenfalls eine Maskenpflicht geben. Wo bitteschön ist das Problem? Seit Monaten schon werden uns Auflagen zugemutet. Da kommt es auf eine Ausgangssperre in einem Zeitraum, wo in den momentan verrückten Zeiten eh niemand mehr unterwegs ist, gar nicht mehr an. Von daher, abregen. Irgendwann ist der Spuk vorbei. Was hat die Bekanntmachung für Diskussionen in den öffentlichen Plattformen nach sich gezogen. Kommentare bis zum Erbrechen. Die üblichen Ausreißer sind auch dabei. Die momentane Situation ist für keinen einfach. Augen zu und durch. Gibt immer schlimmeres. Es kommen wieder bessere Zeiten.