Bürgertreff 2018

Rund 100 Bürger folgten der Einladung zum ausgelobten Mittagstisch mit Erbsensuppe anlässlich des Bürgertreff ins Bürgerhaus Haus „Horbach“ in Hochstädten. Dabei ging es in erster Linie nicht ums gemeinsame Suppenessen, sondern um Mitteilungen über Projekte und Vorhaben in den Ortsteilen aus erster Hand. „In Hochstetten-Dhaun bewegt und verändert sich mehr denn je. Viele Projekte sind im Fluss“, hieß es seinerzeit in der schriftlichen Einladung.

„Die Ortsgemeinde befindet sich im Wandel“, bekräftigte Bürgermeister Hans-Helmut Döbell in seiner Begrüßung. „nach und nach werden die kommunalen Vorhaben abgearbeitet.“ Sich beim gemütlichen Beisammensein im Klein-Klein zu verheddern, sei nicht erwünscht. Das sei zeitlich beim Bürgertreff sicherlich auch nicht zu stemmen gewesen. Die Vorgehensweise traf zwar auf Verständnis, jedoch sind es gerade die Kleinigkeiten, die bei solchen Anlässen gerne mal vorgetragen werden.

Ersatzweise wurde eine Art „Kummerkasten“ für Unausgesprochenes am Eingang installiert. Inwieweit diese stattgefunden hat und inwieweit Vorschläge und Meinungen umgesetzt worden sind, darüber wird sicherlich bei der Neuauflage berichtet. Eckpfeiler in einer rund eineinhalbstündigen Debatte waren neben Umgehungsstraße vor allem der Hochwasserschutz, die Baugebiete und das Bahnhofsumfeld. Alle Dauerbrenner in den zurückliegenden Jahren, ja fast schon Jahrzehnten. Angestrebt wurde kein einseitiger Dialog. Fragen, Kritik und Anregungen waren erwünscht.

Allerdings hielten sich Wortmeldungen in Grenzen. Einige gab es doch. Bemängelt wurden der Zustand und die Sicherheit von Spielplätzen in allen Ortsteilen. Wie anderswo auch zieht sich das Thema wie ein roter Faden durch die Generationen. Kritik wurde auch laut, als Ortschef Döbell die Einrichtung einer zusätzlichen Haltestelle für den Schülertransport im Hellbergblick ankündigte. Der zusätzliche Busverkehr gehe nur zulasten der Alten Straße, einer Verkehrsader, die ohnehin schon überbeansprucht sei. Sie befürchten einen regelrechten Verkehrskollaps im Verbund mit der bevorstehenden Erschließung und Anbindung des Baugebietes „Scheiberling“. 31 weitere Bauplätze sollen in diesem „Feuchtgebiet“ entstehen. Die Erweiterung stünde unmittelbar bevor.

Der Hochwasserschutz verzögere sich. Eigentlich sollte der Baustart schon vor Jahren über die Bühne gegangen sein. Wahrscheinlich wird das Projekt auch 2019 beackert werden müssen. Zufrieden äußerte sich Döbell über die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung. Vieles müsse sich mit dem neuen Arzt noch einspielen. Lob zollte er allen Beteiligten in diesem Prozess. Die Verträge mit dem neuen Arzt seien unterzeichnet, der Umzug in die noch umzubauende Praxis Ende des Jahres erfolgen. Weitere Detail wurden ausgespart. Dabei hatten sich doch einige Gäste mehr an Aufklärung zum weiteren Prozedere erhofft.