Blog-Einwurf Zulassungsstelle

FDP-Mann Thomas Bursian musste mit Märkchen in der Hand geschlagene fünf Stunden im kleinen Kämmerlein der Zulassungsstelle ausharren. Okay, es hakte an der Technik, aber dennoch sieht er nach eigenen Beobachtungen sowie Gesprächen mit Leidensgenossen generellen Optimierungsbedarf bei der Kunden-Abwicklung. Lässt sich etwa der Gewerbekunden-Service auf Otto-Normal-Verbraucher übertragen? Ist der Personalschlüssel angemessen und vor allem konstant abrufbar? Lassen sich die Wartezeiten erleichtern und besser ertragen? Kurzum, geht da in Punkto Service generell mehr? Das Thema hat es unter der Woche sogar in die Tageszeitung geschafft. Der Kreistag wird sich in Kürze mit den Fragen Bursians befassen müssen. Die Eingabe ist schon verschickt.

Eine Fragebogen-Aktion könnte für mehr Klarheit sorgen, meint der Kreisvorsitzende. Warum nicht eine Kunden-Ampel schalten? Nur so zu Testzwecken am Ausgang. Kennt man ja hinreichend von den Flughäfen. Nach der Abfertigung drückt man einfach auf die Farbe, die dem Service zuvor am ehesten entspricht. Und schon bildet sich ein Eindruck über die Servicequalität ab. Ob die oder letztlich ein Fragebogen jedoch dabei zu helfen vermag, Abläufe zu optimieren sowie die Service-Qualität insgesamt zu steigern, das gehört erfahrungsgemäß dann doch eher ins Reich der Fabel. Stellt sich außerdem die Frage, braucht es eine Verbesserung überhaupt? Schließlich handelte es sich um eine Momentaufnahme, noch dazu unter dem Aspekt, einer Technik-Panne? An Zuvorkommenheit und Freundlichkeit der Personen hinter den Schaltern werden ja keine Zweifel laut.

Die machen ihren Job gut, in denen ihnen gegebenen Rahmenbedingungen, so der O-Ton im Netz. Schwankungen im Publikumsverkehr gibt es eh immer, was die Bandbreite in geäußerten Erfahrungsberichten – von Himmelhochjauchzend bis hin zu Tode betrübt – ja auch untermauern. Egal, für bilderbuchmäßige Abfertigungen nach dem Motto „rein-raus-fertig“, braucht es im Regelfall mehr Personal, was wiederum Geld kostet, was wiederum der Landkreis nicht auf der Kante hat. Teufelskreis nennt man das dann wohl! Wetten, es wird am Ende nichts Zählbares herauskommen. Die Diskussion wird versanden und alles bleibt wie gehabt. Wie sagen es doch die Saarländer immer so trefflich: „Hauptsache mal drüber geschwätzt!“ Dennoch, der FDP-Kreisvorsitzende wird hellhörig, wenn er etwas im Argen vermutet. Gut so, denn es beweist, dass der Mann sich kümmert und handelt.