Bitte mal Butter bei die Fische, Frau Landrätin!!!

Wird das Hinweisschild irgendwann weichen? Stattdessen ein Schriftzug „Medizinisches Versorgungszentrum“?

Politiker Versprechen viel und halten wenig! Die Eigenschaft ist landläufig bekannt. Unsere Volksvertreter hängen aber auch ihre Fähnchen gerne nach dem Wind. Je nach Interessenlage und Gesprächspartner, reden sie dem gegenüber oft nach dem Mund. Landrätin Bettina Dickes hat im Zuge der Demonstration gegenüber dem Öffentlichen Anzeiger das böse Wort „medizinisches Versorgungszentrum“ in den Mund genommen, und dies obwohl die Alternative für das Kirner Land so gar keine Option ist. Finde den Fehler? Den Aufkleber „Rettet das Kirner Krankenhaus“ auf dem Herzen tragen, aber medizinisches Versorgungszentrum herausposaunen – wie passt das denn bitteschön zusammen? Liebe Frau Dickes, diese Aussage ist eine Ohrfeige ins Gesicht aller Menschen im Kirner Land. Sie schüren unnötig Zweifel! Insbesondere die Bürgerinitiative muss diesen Wirkungstreffer erst einmal verdauen.

Was hat Sie denn da geritten? Salopp formuliert, Sie hätten besser mal die Klappe halten! Sorry, für die Ausdrucksweise, aber die Menschen im Westen mögen halt eine klare Ansprache. Die darf auch mal derb sein. Stehen Sie nicht mit vollem Herzen hinter der Bewegung, die es sich zum Ziel gemacht hat, das Krankenhaus als Akutkrankenhaus nicht nur zu behalten, sondern auch aufzuwerten? Halten Sie sich geflissentlich alle Türen offen? Sind Sie am Taktieren, anstatt sich klar zu positionieren? Hand aufs Herz, welche Philosophie verfolgen Sie wirklich? Mal Butter bei die Fische, Sie sind die verantwortliche Landrätin und sollten daher eine klare Position beziehen.

Entweder Sie sind für den Erhalt ohne Wenn und Aber oder Sie sind für ein medizinisches Versorgungszentrum. Beides gleichzeitig ist praxisfremd. Vielleicht haben Sie sich ja auch nur unglücklich ausgedrückt oder wurden einfach nur missverstanden. Dann sollten Sie sich schleunigst erklären und richtigstellen. Sollte auch nur der leiseste Verdacht aufkommen, dass Sie zweigleisig fahren und Ihre Anteilnahme sowie Ihr Engagement nur geschauspielert sind, dann wären Sie eine große Enttäuschung für das gesamte Kirner Land und eine Bestätigung für alle diejenigen, die ohnehin glauben, dass der Westen im Kreishaus nur als Anhängsel angesehen wird. Denken Sie mal drüber nach.