Besser nichts sagen, als falsches sagen!!!

Was, wäre, wenn? Der Blog vergibt mal Schulnoten für die refelxartigen Reaktionen der Politiker auf die Schließung der Bereitschaftsdienstzentrale. Eines vorneweg, mit Ruhm hat sich keiner bekleckert. Im Gegenteil! Boah, manche Aussagen lassen einen sogar fassungslos zurück. Haben unsere gewählten Vertreter den Ernst der Lage denn noch immer nicht erkannt? Statt zu Schäumen vor Wut, geben die sich fast durch die Bank weg verständnisvoll. Geht’s noch! Grundsätzlich gilt, man kann einer Schließung niemals was Positives abgewinnen. Etwas, was nicht mehr da ist, schönreden zu wollen, ist ein Widerspruch in sich. Bei den Statements stellt sich die Frage nach dem Kraut, was die alle gemeinsam geraucht haben. Irres Zeugs muss das gewesen sein. Eines, das die Sinne vernebelt. Aber sowas von!

Bettina Dickes spricht von einem Schlag ins Kontor, um sich dann doch noch auf einen „Kompromiss“ Besuchsdienst einzulassen. Stark angefangen und stark nachgelassen: Gerade noch ausreichend! Der Lümmel aus der ersten Schulbank heißt Thomas Jung. Der VG-Bürgermeister hat mit seinem Statement Lehrgeld bezahlt. Verständnis aufzubringen für einen Einschnitt, den seine Bürger schmerzlich vermissen werden, geht gar nicht, zumal im Schwebezustand des Krankenhauses: Setzen, sechs! Dem Schüler wird Nachhilfe empfohlen. Neben ihm auf der Schulbank Platz nehmen kann Dr. Peter Schwebel. Auch sein Kommentar ist völlig daneben. Der (noch) Zweite Kirner Beigeordnete und gleichsam Mediziner spricht sogar von einer Chance, sieht in der Umstrukturierung „einen guten Schritt in die Zukunft“. Bei solchen Statements kann man sich als Leser und Krankenhaus-Kämpfer nur im falschen Film wähnen. Vielleicht ist er ja so euphorisch, weil man ihn in seiner Funktion als Hausarzt und KV-Zahler durch die Schließung weniger zur Kasse bittet? Immerhin denkbar!

Oh Gott, und dann noch Antje Lezius! Unsere CDU-Frau in Berlin spricht im Zusammenhang mit dem Besuchsdienst durch „Rentner-Ärzte“ sogar von einer guten Lösung für Kirn. Unwählbar! Sechs mit einem dicken Minus, von hier bis in die Hauptstadt, hintendran. Schlechter, als schlecht. Jemand vergessen? Ja! Da gibt es noch den Peter Heinz. Der KV-Vorstandsvorsitzende sagte im Interview: „Wir können es uns nicht leisten Ärzte in irgendeine Ecke zu setzen, weil keiner kommt“. Mit anderen Worten in Kirn waren die Patientenzahlen zu gering. Schon mal was von Daseinsfürsorge gehört? Da kommen halt mal mehr und mal weniger, um sich behandeln zu lassen. Auch die Polizei eilt nicht immer nur von Einsatz zu Einsatz und trotzdem wird am Kirner Standort nicht gerüttelt. Entschuldigend für den Mann im fernen Mainz sei erwähnt, dass der nur Entscheidungen nach vorliegenden Zahlen trifft. Rein betriebswirtschaftlich benotet, muss man dann wohl eine eins für den Bürokraten vergeben. Ungenügend hingegen, gibt es jedoch für den Faktor Menschlichkeit!