Auch das gehört zur Wahrheit: Hochwasserschutz sieben Jahre verspätet, dafür aber fünf mal so teuer!

Was für schmucke bunte Info-Tafeln! Übergroß weisen sie auf die mittlerweile gestartete Hochwasserschutzmaßnahme entlang der Nahe hin. Was diese genau umfasst, darüber wurde schon ausführlich berichtet, auch auf dieser Plattform unter dem Menü Hochwasser. Lässt sich alles nachlesen. Mit siebenjähriger Verspätung geht es nun endlich richtig los. Dass der beständig wiehernde Amtsschimmel den Steuerzahler mit 10 Millionen Euro Gesamtkosten auf das fünffache der ursprünglich veranschlagten Kosten belastet – geschenkt! Wirklich fassungslos lassen einen solche Kostenexplosionen schon lange nicht mehr zurück. Es ist halt wie immer, wenn die öffentliche Hand Projekt erst plant und danach umsetzt. An sich ist alles zu dem Thema gesagt. Lassen wir uns überraschen, ob der finanziell gesteckte Rahmen am Ende auch wirklich ausreichen wird. Die Summe steht schwarz auf weiß auf den Info-Tafeln. 2014 hätten zwei Millionen Euro draufgestanden. Hätte, hätte Fahrradkette… Schwamm drüber, ist ja nur das Geld des Steuerzahlers. Lassen wir uns überraschen, inwieweit sich die Maßnahmen für effektiveren Hochwasserschutz eignen und ob sie sich wenigstens harmonisch ins Landschaftsbild integrieren lassen. Schaut allerdings ganz danach aus, wenn man sich die Planskizze genauer betrachtet. Für Hochstädten ist da sogar eine Aufwertung in Form eines Naherholungsgebietes drin.