Hinauf zum Hellberg

Mal Hand aufs Herz liebe Einwohner, wann ward ihr zuletzt auf dem Hellberg? Bestimmt schon lange her, nicht wahr? In Kindertagen vielleicht? In Zeiten, als Buben und Mädels auf Abenteuersuche noch in Mutter Natur herumstrolchten? Zugegeben, das Dorf-Wahrzeichen ist ziemlich hoch gelegen, aber der Weg dorthin ist ein Genuss. Und hat man den Gipfel erst erklommen, wartet ein beeindruckender Rundumblick. Doch der Reihe nach.

Alle, die sehr gut zu Fuß sind, sei der Start in Hochstädten ans Herz gelegt. Weniger durchtrainierte Gesellen, können ihr Fahrzeug auf dem Parkplatz der Paragleiter abstellen. Halbe Distanz, halbe Anstrengung, halbe Gehzeit – passt! Aus halber Höhe geht es nahezu ebenerdig durch den Wald weiter. Die Beschilderung ist okay. Auch Fremde dürften sich hier einigermaßen zurechtfinden. Immer nur auf dem Kamm entlang in Richtung Kirn sowie des Schlussanstieges weitermarschieren. Der Feldweg ist in einem guten Zustand. Kurz geht es noch hinab, bevor der letzte Abzweig nach rechts genommen werden muss.

Hochstädten

Der letzte Anstieg hat es nochmals in sich. Kurz nur quälen und dann nur noch genießen. Der Blick von ganz oben entschädigt für die Mühen. Rechts unten Hochstetten. Ganz rechts Hochstädten, dazwischen das weite Nahetal in der Ferne. Links Kirn und geradeaus – gefühlt eine Etage tiefer – Johannisberg mit dem Skywalk.“ Ein Königreich für eine Ruhebank“ – ist man angesichts eines erhöhten Pulses fast schon geneigt ins weite Land zu rufen. Die sucht man nämlich vergebens. Schade, dass man die tolle Aussicht nicht sitzend genießen kann. Kurzer Apell an die Ortsgemeinde: „Macht mal, stellt hier mal eine auf. Die Gipfelstürmer hätten sicherlich nichts dagegen einzuwenden.

Der Abstieg hinunter bietet zwei Varianten. Entweder etwas weiter rechts Richtung Meckenbacher Höhe oder abwärts auf altbekannten Pfaden. Zurück am Ausgangspunkt hat man dann drei, vier Kilometer zurückgelegt. Nahezu komplett im Wald. Vorteil, der Hellberg lässt sich so auch bei großer Hitze bezwingen. Fazit: Der Hellberg geht immer. Wegstrecke- und Beschilderung reichen absolut aus. Schließlich handelt es sich nicht um ein touristisches Highlight. Wobei, die Chance eines zu werden stünden gut, wenn der Weg ein wenig mehr an Attraktionen zu bieten hätte. Ruhebänke fehlen gänzlich. Das große Plus sind ohne Zweifel die Ausblicke. Die entschädigen für so manchen Höhenmeter.