Rundweg Dhaun und Simmertal

Blick auf das Dhauner Schloss

Raus aus dem Haus und rein in Mutter Natur. Grade bei Sonnenschein und warmen Temperaturen ist Bewegung an der frischen Luft ein absolutes Muss. Der Blog stellt nach und nach Wander- beziehungsweise Spazierwege rund um Hochstetten-Dhaun vor. Besonders im Fokus sind Zustand, Beschilderung und Ruhemöglichkeiten.

Für alle, die An- und Abstiege nicht scheuen, ist der Rundweg beginnend am Ende der Straße „Im Weilborn“, hinauf auf die Dhauner Höher und über Simmertal und das „Jakobspfädchen“ zurück, eine echte Option. Mit etwa drei bis vier Kilometer Länge, erfordert diese Variante jedoch etwas Kondition. Doch wer gut zu Fuß ist, findet auf der Strecke schöne Ausblicke und Eindrücke inklusive eins anspruchsvollen Wander-Profils. Geübte benötigen etwa eine Stunde für die Tour.

Es geht forsch los. Steil bergauf präsentiert sich der erste Kilometer. Vorbei am Brünnchen, stößt man automatisch auf dem geologischen Lehrpfad und gleichsam Hildegard-Weg. Nahezu am Scheitelpunkt bietet sich die Gelegenheit für eine erste Verschnaufpause. Nahezu liegend auf einer geschwungenen Holzbank, lässt sich der sicherlich angestiegene Puls wohl am angenehmsten herunterfahren. Der Ausblick geradeaus auf Hochstädten und alternativ nach links ins Nahetal hinein, entschädigt für die Anstrengung einer Bergetappe, die es bis hierhin in sich hat.

Weiter geht es in Richtung Dhaun, mitten hindurch durch eine dichte Waldschneise. Totholz, säumt hier die Wegstrecke. Manche entwurzelten Bäume und abgefallene Äste, hängen gefährlich nahe über den Köpfen. Den Blick nach oben sollte man daher nicht aus dem Auge verlieren. Der Einsatz von Motorsägen scheint in diesem Abschnitt dringend geboten. Sicherer ist es hinunter Richtung Simmertal. Und auch auf dem Jakobspfad sieht es gut aus, und dies, obwohl dort immer wieder Bäume entwurzeln und den Weg zeitweise versperren. Und obwohl in der Steillage eine Beseitigung nicht immer einfach ist, hält Simmertal die kürzeste Verbindung über den Berg nach Hochstetten stets frei. Hut ab.

Aus dem Wald heraus, folgt man dem Trampelpfad bis zum Anschlussweg Neubaugebiet „Im Ameisacker“. Am Umsetzer vorbei endet der Rundweg dann wieder an der Einfahrt „Im Weilborn“. Fazit: Der Rundweg ist es wert entdeckt zu werden. Einige Ruhebänke säumen die Wegstrecke. Aufgrund ihres Zustandes laden nicht alle zum Verweilen ein. Einziger wirklicher Kritikpunkt ist die Beschilderung. Diesbezüglich gibt es zum Teil erhebliche Lücken.

Hinweisschilder auf die Verbindung Jakobspfad finden sich weder in Simmertal, noch in Hochstetten. Vor Jahren erklärte der damalige Ortsbürgermeister Thomas Barrois noch gegenüber der Presse, dass die Ortsgemeinde ein entsprechendes angeschafft habe, um dieses gut sichtbar auf dem Feldweg vor dem Wald zu platzieren. Dieses wurde allerdings niemals aufgestellt. Wahrscheinlich rottet es im Dreschschuppen vor sich hin.