Der Duft von Klüngelei weht durchs Industriegebiet: Wer baggert so spät noch im Baggerloch?

Massive Erdarbeiten im „neuen“ Industriegebiet rechts und links der späteren Abfahrt Hochstetten Mitte! Auf den beiden Gewerbeflächen türmen sich Erd- und Steinwälle. Seit Tagen, wenn nicht gar Wochen planieren und verdichten Bagger hier was das Zeug hält, um die Flächen hoch auf Straßenniveau zu verfüllen. Das ist nicht nur zeitintensiv, sondern dürfte auch richtig, richtig teuer werden. Nicht zuletzt wohl auch deshalb, weil die Verdichtung für eine baureife Herstellung augenscheinlich gutachterlich überwacht wird. Wer zahlt unter dem Strich die Erdarbeiten? Mit solchen Informationen, wird man die Öffentlichkeit sicherlich nicht belasten wollen. Wie immer halt! Vorteil, es bleibt reichlich Raum für Spekulationen. Los geht’s! Das Gelände auf der rechten Seite, in Richtung Sportplatzbrücke, ist „noch“ in Gemeindehand. Bekanntlich wird die für einen möglichen Verbrauchermarkt freigehalten, nur falls irgendwann einmal eine Kette die Absicht hegen sollte, sich in guter Lage ansiedeln zu wollen. Nach Adam Riese, dürfte die Befüllung mit Wissen beziehungsweise Genehmigung oder sogar im Auftrag der Ortsgemeinde erfolgen. Vermutlich handelt es sich sogar um eine abgesprochene „Baustellen-win-win-Situation“ im Zuge des Hochwasserschutzes, von der die Ortsgemeinde profitiert. Wer weiß das schon?

Auf die Fläche neben dem Toyota-Autohaus ließen sich solche mutmaßlichen Deals allerdings nicht übertragen. Im Gegenteil! Auf das Filet-Stück hatte Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell rechtzeitig seinen Daumen draufgelegt, und dies, obwohl andere ihr Interesse bekundeten. Vorpreschen für die Familie wohlgemerkt! Kaum einer wusste von dem „geheimen“ Deal der Kategorie glücklich machender Lottogewinn. Demzufolge handelt es sich dann ja wohl um reinen Privatbesitz. Die Ortsgemeinde ist außen vor, denn, „wer bestellt bezahlt“! Die aufwendigen Erdarbeiten dort, müssen dann ja folglich aus einer privaten Initiative heraus in Auftrag gegeben worden sein. Gewiss mit Geldern aus der eigenen Schatulle. Doch ist das so? Werden beide Grundstücke bei den Einebnungen wirklich getrennt voneinander bewertet? Bestimmt! Wobei, was ist heutzutage schon sicher! Wäre ja der Hammer, wenn die Allgemeinheit – über welchen klugen Schachzug oder welche Schiene auch immer – ersatzweise die Kosten für eine Maßnahme tragen müsste, für die einzig und alleine der Eigentümer verantwortlich zeichnet. Wobei, in der Arztpraxisaffäre hatte sich die seinerzeit attestierte „Vetternwirtschaft-Vorgehensweise“ (Zitat, Steuerzahlerbund) ja bestens bewährt. Schreibt die zumindest moralisch verwerfliche Methode ihre Fortsetzungsgeschichte? Darüber möge sich jeder selbst ein Urteil bilden. Merke, großstädtischer Kölscher-Klüngel macht heutzutage auch vor Dörfern nicht halt. Light-Versionen erreichen vor allem zunehmend die Orte, wo gewiefte Netzwerker die Zepter schwingen und nachgeordnete Politiker, weder ihren Kontrollaufgaben nachkommen, noch Zusammenhänge hinterfragen. Leider! Fazit: Die Buddelei deutet erneut auf ein Geschmäckle hin. Man darf gespannt sein, inwieweit die Öffentlichkeit über Einzelheiten der Erdarbeiten sowohl auf Gemeinde-, als auch Privatgelände, Aufklärung erfährt. Der Blog behält ein Auge drauf!

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