Schloss Dhaun: Lang lebe der neue „Wildgraf“ Rüdiger Lanz!

„Wann küsst die Lanz Manufaktur das Dhauner Schloss wach?“- diese zugegeben mehr kritische Frage stellte unlängst noch der Blog, nachdem der Herr der LED-Leuchten schon 2019 öffentlichkeitswirksam zu einem ersten zaghaften Kuss ansetzte. In der Folge passierte nichts. Zumindest nichts, was man sehen konnte. Jetzt hat der Märchen-Prinz einen überaus leidenschaftlichen Zungenschlag mit allem Pipapo angesetzt und dadurch das Schloss quasi im Sturm erobert. Und wie! Auf 30 Jahre Dein – mehr Liebesbeweis geht nicht! Der Bürgerliche aus Simmertal ist jetzt der neue Schlossherr mit allen Rechten und Pflichten! Er reiht sich jetzt in die Gilde der Wildgrafen ein. Respekt! Der Leucht-Magier traut sich was. Wird er dem Schloss neues Leben einhauchen? Keine Frage, der LED-Spezialist hat jede Menge PS unter der Haube, aber schafft er es auch die auf die Straße, konkret auf das Schloss, zu bringen? Bei der Diakonie in Meisenheim hat der starke Motor jedenfalls kräftig gestottert. Abgewürgt trifft es wohl sogar besser! Kleiner Aussetzer, was allerdings nichts heißen mag. Eine Chance hat er allemal verdient. Augenscheinlich hat sein Konzept den Zweckverband überzeugt. Mit der Aussicht auf ein paar moderne Strahler, wird der sich gewiss nicht zufrieden gegeben haben. Die zu installieren, ist sein tägliches Handwerk.

Wahr ist, Lanz ist Pionier und Vordenker zugleich. Wahr ist aber auch, das Schloss und alles was dazu gehört, ist eine enorme Herausforderung. Die erledigt man nicht so nebenbei. Dafür braucht es Leidenschaft, Motivation und Power sowie auch finanzielle Mittel. Über Letzteres scheint er ja ausreichend zu verfügen, zumindest wenn man der Schlussfolgerung von Landrätin Bettina Dickes (CDU) Glauben schenken darf. Vermutlich durfte sie einen exklusiven Blick auf die Firmenkonten werfen. Lanz ist also reich und zudem reichlich auf dem Globus unterwegs. Vielleicht ändert sich das ja jetzt und der Globus kommt zu ihm auf das Schloss. Das ist ja wohl auch erklärtes Ziel seiner Mission. Die Infrastruktur ist intakt, die Zimmer renoviert und das schnelle Internet eingeschossen. Beste Voraussetzungen also, um hier Gäste aus aller Welt hier oben für Seminare zu empfangen. Die müssen aber auch kommen. Kann Lanz etwas Großes zu schaffen? Im Idealfall ist die zukünftige Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Zweckverband eine Win-win-Situation. Möge er ein glückliches Händchen bei der Umsetzung seiner Ideen beweisen. Während Lanz jetzt zum Hoffnungsträger aufsteigt, erlebt die Schlossakademie den absolut freien Fall. Die ist nur noch Randerscheinung und hat in der klassischen Form ausgedient. Es rieselt Vorschusslorbeeren. Bürde und Chance zugleich? Sein Engagement ist mutig und lobenswert und mutmaßlich ein Gewinn für das Kirner Land! Man wird ihn beäugen und an seinen Taten messen.     

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