Landesrechnungshof kritisiert Straßenzustände im Land: Führt Hochstetten-Dhaun ein Straßenkataster?

Alle Jahre wieder meldet sich der Landesrechnungshof zu Wort. Der fasst das Ergebnis seiner Prüfungen, soweit es für die Entlastung der Landesregierung von Bedeutung sein kann, in seinem Jahresbericht zusammen. Ein Kritikpunkt des 130 Seiten dicken Kommunalberichts ist der Investitionsstau bei der Infrastruktur. Laut Landesrechnungshof benötigten die Kommunen deutlich mehr als zwei Milliarden Euro, um marode Straßen und defekte Brücken zu sanieren. Heruntergebrochen auf Hochstetten-Dhaun, schaut das Bild auch nicht gerade rosig aus. Unterhaltungsstau, wohin man nur schaut. Viele Ortsstraßen bedürfen einer dringenden Sanierung. Die Istzustände erschließen sich sogar dem Laien. Diesbezüglich klemmt es nahezu in allen Ortsteilen. Nicht unbedingt überdramatisch, sodass Sanierungsmaßnahmen keinen Aufschub mehr gewähren, aber auf Sicht dann schon. Die Aufgaben sind unübersehbar. Beständiges vor sich herschieben, wie in Teilen praktiziert, ist allerdings keine Lösung. Der Rechnungshof bemängelt überdies, dass viele Kommunen nicht einmal ein Straßenkataster führen und ferner nicht einmal wissen wie viele Kilometer die kommunalen Straßennetzte messen. Ob in beiden Fragen Hochstetten-Dhaun im Bilde ist? Zweifel sind angebracht. Existiert eine To-do-Liste, eine Reihenfolgenfestlegung für anstehende Sanierungen? Eher nicht! Zumindest hat bisher niemand davon Kenntnis erlangt. Vielleicht braucht es diesbezüglich auch einen „Welt-Erklärer“, der mahnt und erinnert. Wahr ist, mittelfristig wird man nicht umhinkommen, die Bagger anrollen zu lassen. Wahr ist aber auch, der Ortsbürgermeister hat seinen Bewohnern versprochen, dass die im Falle eines Falles keinen Eigenanteil werden entrichten müssen. Löblich! Eigentlich können die privilegierten Bewohner gelassen den Dingen harren, die da kommen. Nur, kann der diese Zusage auf Dauer halten? Bisher konnte ihm das gelingen, weil schon seit Jahren keine größeren Maßnahmen in Angriff genommen wurden. Die Bürgermeister nach ihm werden abwägen müssen. Die erben wahrscheinlich keine Schulden, dafür Aufgaben.

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