Keine Bürgerbeteiligung an den Kosten: Wiederkehrende Beiträge werden in Hochstetten-Dhaun kein Thema sein!

Straßenausbaubeiträge – das lästige Thema rückte unter der Woche mal wieder in den Fokus. Der Grund: Die Verbandsgemeinde beabsichtigt eine Abrechnungssoftware für die Berechnung von Wiederkehrenden Beiträgen anzuschaffen. Das kostet zwar einen Batzen Geld, verspricht allerdings auch eine immense Arbeitserleichterung für die Sachbearbeiter. Die Verbandsgemeinde wird wohl oder übel investieren müssen, um nicht irgendwann in Bergen von Bescheiden ersticken zu müssen. Und das alles nur, weil die Landesregierung nicht bereit ist, Straßenausbaubeiträge generell abzuschaffen, und dies, obwohl es Alternativen gäbe. Stand jetzt, brächte selbst ein Regierungswechsel keine Abkehr vom alten System. So gesehen, sind die einmaligen 100 000 Euro Anschaffungs – und 500 Euro monatlichen Unterhaltungskosten, gut angelegtes Geld. Davon profitieren unter dem Strich alle 20 Ortsgemeinden unter dem Dach der Verbandsgemeinde Kirner Land.

Alle? Nein, Hochstetten-Dhaun nicht. Warum: Hier werden Grundstückseigentümer für Instandsetzungsmaßnahmen schon seit vier Jahrzehnten nicht mehr zur Kasse gebeten. Der Ort genießt dahingehend Alleinstellungsmerkmal und gilt so etwas wie das Paradies für Grundtückseigentümer- und Hausbesitzer. Und das wird mittelfristig auch so bleiben, zumindest dann, wenn Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell Wort hält. Und dass der integere Ehrenmann das tut, ist so sicher wie das brrühmte Amen in der Kirche. Dazu fällt dem Blog nur ein einziges Wort ein: „Bürgerfreundlichkeit!“ Bisher anstehende Sanierungsarbeiten konnte man noch immer kostenneutral, über den eigenen Topf Instandhaltungsmaßnahmen, abwickeln. Will heißen, die Ortsgemeinde war bisher finanziell immer in der komfortablen Situation, anstehende Reparaturen alleine stemmen zu können. Und auch auf jahre hin wird sich an dieser Vorgehensweise nichts ändern, meint Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell. Durchatmen, das private Sparbuch muss also nicht gezückt werden. Zusammengefasst werden konkret in Hochstetten-Dhaun Ausbaubeiträge zu Lasten der Grundstückseigentümer weiterhin „keine Rolle“ spielen.

Ein Versprechen, das man immer wieder gerne zur Kenntnis nimmt und das hoffentlich noch recht lange Bestand haben möge. Damit genießen die Bewohner hier fast schon ein landesweites Alleinstellungsmerkmal, was diese sicherlich auch werden zu schätzen wissen. Hochstetten-Dhaun ist also seiner Zeit voraus? So schaut’s aus! „Ein Ort, in dem wir gut und gerne leben“. Bravo! Hochstetten-Dhaun vorn? Jawohl! Angesichts einiger in die Jahre gekommener Straßen, mit zum Teil gravierenden Schäden an Belag, Gehwegen und Bordsteinen, zwar ein durchaus gewagtes Versprechen, aber eines, das gilt. Wie heißt es im Volksmund: Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen.

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