Reichen 800.000 Euro aus?

Der Blog will eben mal schnell an den riesigen Zeitungs-Riemen über Hochstetten-Dhaun anknüpfen. Konkret das Thema Investitionen: Reicht das von höchster Stelle ausgeplauderte geschätzte Investitionsvolumen von 800.000 Euro wirklich aus, um gleich drei Dorfprojekte umzusetzen? Gute Frage, nächste Frage? Erfüllen alle Vorhaben überhaupt die Voraussetzungen für eine Förderung aus dem Investitionsstock? Zumindest leise Zweifel sind angebracht! Zur Aufklärung: In diesem Landes-Fördertopf werden Mittel bereitgestellt für sonstige kommunale Vorhaben oder kommunale Beteiligungen an Absichten, die das Gemeinwohl fördern. Der Investitionsstock kommt insbesondere strukturschwachen Kommunen zugute. Damit werden dringende Projekte von Ortsgemeinden verwirklicht. Definiere dringend? Für 2021 wären das in Hochsteten-Dhaun die Umgestaltung des momentanen heruntergekommenen Rentnerplatzes zu einem Mehrgenerationenplatz mit integrierten Spielplatz sowie die Wege-Instandsetzung von Friedhöfen und zu guter Letzt die Sanierung und Erneuerung der Sportplatzbrücke. Letztere Maßnahme alleine verschlingt minimum 500.000 Euro. Vor Jahren hatten Gutachter noch das Dreifache an Wiederherstellungskosten errechnet. Jetzt also im Sonderangebot? Man wird nunmehr erste aussagekräftige Kostenvoranschläge abwarten müssen!

Respekt, die Hausaufgaben sind erledigt. Hierfür vergibt der Blog ein Fleißkärtchen. Die Ortsgemeinde hat frühzeitig seinen Weihnachtswunschliste erstellt und wohl auch schon abgegeben. Die Anträge werden zunächst bei der Verbandsgemeinde gebündelt und gelangen dann zum Landkreis. Der gewichtet alle Eingaben und unterbreitet final dem Land Vorschläge. Gute Kontakte und gewisse Seilschaften können bei diesem Prozedere über mehrere Ebenen nicht schaden. Entschieden wird nach regionaler Dringlich- und Notwendigkeit. Inwieweit Hochstetten-Dhaun Priorität genießt, muss abgewartet werden. Die Geldgeber werden sicherlich tunlichst genau abwägen, wer wie viel bekommt. Fakt ist, Hochstetten-Dhaun ist eine reiche Ortsgemeinde. Der Kontostand bewegt sich in einem satten Plus. Projekte wie diese, ließen sich mit ein wenig Geschick, intelligenter Reihenfolgen-Festlegung und gutem Willen auch aus dem eigenen Saft stemmen. Ob der positive Kontostand im Mainzer Weihnachtsmanndorf als Entscheidungskriterium herangezogen wird? Möglich! Logisch, erst sollten doch jene Kommunen zum Zuge kommen, die finanziell nicht so sehr auf Rosen gebettet sind. Diesbezüglich dürften andere Projekte weiter vorne auf der Liste stehen. Hart aber fair.   

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