Aus Rentnerplatz wird Mehrgenerationenplatz!

Warum heißt der Rentnerplatz eigentlich Rentnerplatz? Da sind doch nie Rentner! Sicherlich wurde bei der Anlegung dieses kleinen „Parks“, vor gefühlt einer Ewigkeit, die Hoffnung damit verknüpft, dass Senioren sich hier regelmäßig treffen, um sich nach einem langen und erfüllten Berufsleben über Gott und die Welt austauschen. Nur, hat diese mehr und mehr agiler werdende Spezies dieses Angebot niemals so wirklich angenommen. Warum auch. Heutige Rentner stehen mitten im Leben, sind zumeist noch agil und haben folglich keine Zeit tagsüber die Seele baumeln zu lassen. Im Gegenteil! Folglich werden solche rüstigen Exemplare überhaupt nicht oder nur sehr selten hier gesichtet. Die einzige klapprige Ruhebank ist daher meistens verwaist. Keine Frage, der moderne Rentner treibt lieber Sport, fährt in Urlaub, ist zu Hause oder in der Familie eingespannt. Ihm bleibt gar keine Zeit, sich in Grünflächen aufzuhalten geschweige denn, sich über einen längeren Zeitraum dem Müßiggang mit Altersgenossen hinzugeben.

Nun, soll der Rentnerplatz eine Aufwertung erfahren. Gut so! Mehr Pep kann ja nicht schaden. Die morsche und inzwischen gesperrte Brücke über den Bachlauf steht exemplarisch für den mittlerweile nicht mehr zeitgemäßen Gesamtzustand. Keine Frage, eine Aufwertung ist dringend geboten. Der Skandal-Spielplatz nebenan wird kurzerhand integriert und schwuppdiewupp verwandelt sich der einstige Platz für Senioren in einen Mehrgenerationenplatz. Aus zwei mach eins! Überdies, die Symbiose passt gerade prima ins allgemeine Mainstream. Jung und Alt nebeneinander – passt! 20.000 Euro wurden als erste Anschub-Spritze dafür im Haushalt eingestellt. Man darf jetzt schon gespannt sein, welche Pläne aus dem Hut gezaubert werden. Erste Entwürfe wurden schon von einem Experten-Büro vorgestellt. Intern natürlich! Geheimakte Mehrgenerationenplatz? So schaut’s aus! Die werden für die Öffentlichkeit nämlich (noch) unter Verschluss gehalten. Wie immer halt! Die Pläne dienen aber schon jetzt als Vorlage im fernen Mainz, wo man jetzt Finanzspritzen aus dem I-Stock – im Dreierpack mit Sportplatzbrücke und Friedhofswegesanierung – abgreifen möchte. Ob das vollumfänglich gelingt?

Es wird also fleißig geplant. Nur mal nebenbei bemerkt, in Sachen Bahnhofs-Umgestaltung plant man schon 20 Jahre. Geschehen ist bisher nichts. So schlimm wird es in Sachen Mehrgenerationenplatz zwar nicht werden, allerdings ist die die Frage nach dem Start durchaus berechtigt. Kurzfristig wird es sicherlich nichts werden. Was bisher durchsickerte, ist die Absicht, dass der Spielplatz sich nicht nur entlang des Bachlaufes schmiegt, sondern mit integriert werden soll. Klingt irgendwie nach Wasserlerlebnis-Charakter. Viel Platz für „Buddeln ohne Reue“ bietet die Fläche zwar nicht, aber klein und gemütlich – kleine Alternative zum FWG anvisiertenThemenspielplatz Feuerwehr – versprüht ja auch einen gewissen Charme. Denken wir also positiv. Der Bauausschuss wird schon die richtigen Weichenstellungen treffen. Wobei, wenn es sich dabei um das gleiche Gremium handelt, das über Jahre hinweg bei Spielplätzen und Dorfstraßen keine Handlungsbedarf erkennen konnte, dann gute Nacht. Zusammengefasst, der Mehrgenrationenplatz wird zukünftig Rentnerplatz und Spielplatz miteinander vereinen. Möge es kein Kompromiss der Marke „Hauptsache was zusammengefriemelt“ sein. Am Geld kann es ja bekanntlich nicht scheitern. Hochstetten-Dhaun verfügt über genügend Rücklagen.

Peinlich, so lange sich nichts tut, wird auch die kleine Brücke weiter vor sich hin verrotten. Fürwahr, kein schöner Anblick!  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.