Reichte Asphalt-Kontingent nicht für ganz Dhaun?

Das wichtigste vorneweg: Alles ist besser als nichts! Dennoch, ein bissel Schilda lässt schon grüßen in Dhaun. Während sich Bürgermeister Hans Helmut Döbell in der Zeitung für den Coup einer komplett neuen Fahrbahndecke durch den Ortsteil feiern ließ, beurteilen die meisten Einwohner die Aktion eher weniger euphorisch. Mehr noch: Es herrscht bisweilen Kopfschütteln über eine Maßnahme, die sicherlich gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht worden ist. Wie schon so oft. Die Straßendecke mag ja jetzt wie aus einem Guss daherkommen, aber nur zwischen den Randsteinen. Die Begrenzungen links und rechts sind und bleiben hingegen schadhaft. Die bröckeln schon seit Jahren nur noch vor sich hin. Kein schöner Anblick. Von der fehlenden Funktion ganz zu schweigen. Warum bitteschön hat man die nicht gleich miterneuert?

Gute Frage nächste Frage. Warum wurde nicht die gesamte Ortsdurchfahrt mit Asphalt überzogen? Die Erneuerung hört an der Einmündung der Straße An der Sternwarte plötzlich auf. Das soll mal einer verstehen. Wenigstens bis zur Einfahrt Turnhalle oder etwas weiter bis zum Ortsschild sowie in entgegengesetzte Richtung der Lückenschluss zum bereits sanierten Abschnitt Friedhof, wären unbedingt notwendig und sinnvoll gewesen. Wenn die Teermaschine nun einmal da ist! Von dem Teilstück außerorts hinauf zum Karlshof ganz zu schweigen. So bleibt es beim Flickenteppich. Man, man, man! Hat der Asphalt nicht ausgereicht oder woran hat es gelegen? Warum kann man nicht auf der Hand liegende Synergieeffekte nutzen?

Rund 60 Prozent der Durchgangsstraße wurden dem 60-Prozent-Bürgermeister zugestanden. Wird reichen, werden sich die Planer gedacht haben. Ernsthaft, wahr ist, dort wo die Straße neu angelegt wurde, präsentiert sich die Deckschicht glatt und ansehnlich. Wahr ist aber auch, die Maßnahme kann in der Gesamtbetrachtung nur als Flickwerk gelten, weil wichtige Teilstücke ausgespart und die optisch unansehnlichen Bordsteine erst gar nicht berücksichtigt wurden. Die bröckeln dann wohl bis zum Sankt Nimmerleinstag weiter vor sich hin. Finde den Fehler? Angesichts des Ergebnisses von einer runden Sache zu sprechen, hat was unverfrorenes. Wie immer halt, wenn Politiker in Selbstlob baden. Schwamm drüber. „Schilda lässt grüßen!‘ – mögen die unbedarften Betrachter denken. Doch es  könnte auch System dahinter stecken. Nur welches? Vielleicht mangelt es auch am notwendigen Kleingeld. Egal, hauptsache, Dhaun hat jetzt schnelles Internet und ist baustellenfrei.

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