Baugebiet Scheiberling! Nächstes Frühjahr geht es los!

Hausplaner aufgepasst: In Hochstetten kann bald wieder nach Herzenslust gebaut werden. Konkret ist das in der Gemarkung „Scheiberling“ am nordöstlichen Teil der Fall. Mutmaßlich in zwei Ausbaustufen soll dort ein Anschlussgebiet mit insgesamt 32 Parzellen entstehen. Davon sind 22 Bauplätze im Eigentum der Ortsgemeinde. Acht davon sind bereits reserviert worden. Neun Plätze befinden sich in Privateigentum. An sich gute Voraussetzungen für ein Baugebiet, gäbe es da nicht die üblichen Bedenken. Bedenken der Anlieger Alte Straße und Hellbergblick, die zwangsläufig mit noch mehr Straßenverkehr belastet werden. Zur Erinnerung: Eine gesonderte Anbindung wurde nie ernsthaft in Erwägung gezogen, und dies, obwohl es sich die Freien Wähler einst auf die Fahne schrieben. Lang, lang ist es her.

Grünes Licht wird für das kommende Frühjahr erwartet. Derzeit wird die Ausschreibung auf den Weg gebracht. Kurzum, die ersten Bagger für die Straßenbauarbeiten werden spätestens nach dem Winter rollen. Die Anlegung einer Erschließungsstraße, die eine Verlängerung der „Alten Straße“ wird, steht also unmittelbar bevor. Leichte Bedenken gibt es allerdings auch seitens der Ortsgemeinde. Werden die VG-Werke es dieses Mal schaffen eine akzeptable Planung von Abwasser, Wasser und Straßenniveau hinzubekommen? Was die Versorgung angeht ist man in Hochstetten-Dhaun ja einiges an Kummer gewohnt. Ganz einfach dürfte die Anbindung ans Wasser- und Abwassernetz jedoch nicht werden. Fachleute sprechen schon jetzt von einer Überlastung des bisher bestehenden Rohrsystems. Man darf schon jetzt auf das Ergebnis gespannt sein. Sind die Hausaufgaben erst einmal erledigt, dürfte es schnell gehen. Die ersten Bauwilligen scharren wohl schon mit den Hufen. Mögen sie eine bessere Planung vorfinden, als die Bauherren vor ihnen in den ersten Neubaugebieten, einschließlich der Straße Im Weilborn.

Des einen Leid, des anderen Freud. Bauwillige werden von innerdörflichen Misstönen über eine Mehrbelastung an Straßenverkehr sicherlich nichts mitbekommen. Im Gegenteil: „Scheiberling“ bietet Alternativen. Doch sind die wirklich so attraktiv? Eher nein, weil der Steilhang zwar schöne Panoramablicke über das Nahetal verspricht, allerdings auch teuer zu bebauen ist und zudem Wasser führt. Will heißen, der Hang ist Nass. Am auffälligsten im unteren Teil unmittelbar nach der Kurve, dort wo die ersten Parzellen rechts und links der Straße beginnen. Selbst in heißen und trockenen Sommern, etwa 2018, kann man in diesem Bereich stellenweise in sumpfähnlichen Passagen versinken. Was das Grundwasser anrichten kann, davon wissen Hausbesitzer am Übergang hin zur Straße „Im Ameisacker“ zu berichten. Wegen Mauerfeuchtigkeit mussten die schon ihre Keller trockenlegen und Drainagen aufwendig erneuern. Daher sollten zukünftige Bauwillige eine solide Abdichtung von außen auf keinen Fall vernachlässigen, um Folgeschäden zu vermeiden. Gummistiefel wären ratsam.

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