Nachgehakt: Sportplatzbrücke Fußgänger-Variante!

Das Wichtigste vorneweg: Der Blog ist kein Brückengegner. Der will nur Vorgehensweise und Gedankenspiele verstehen! Wie im Übrigen viele andere auch! Das ganze Dilemma intransparenter Ortspolitik fasste Spvgg-Ehrenvorsitzender, Norbert Ganns, gegenüber der Tageszeitung in nur einem Satz zusammen: „Eine Umwandlung zur reinen Fußgängerbrücke wäre nur unerheblich günstiger als die Auto-Variante!“ Gemeint ist die vom Sportverein angestrebte Sanierung der bisher autotauglichen Sportplatzbrücke. Ganns, der auch Triebfeder im Ortsgemeinderat ist, klärt in diesem Zusammenhang allerdings nicht vollständig auf. Was denn eine Fußgängerbrücke kostet, darüber schweigt der sich aus. Wie auch der Ortsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung diese Rechnung erst gar nicht aufmachte. Warum? Warum präsentiert man nicht die Fakten, damit sich die Bewohner selbst ein Urteil bilden können. „Unerheblich“ ist ein mehr als dehnbarer Begriff. Sind das 10.000 oder 150.000 Euro? Es darf spekuliert werden.

Transparent wäre doch gewesen, man gäbe bekannt: „Die Sportplatzbrücke kostet in der Fußgänger-Variante Summe XY!“ Ist gar nicht schwer. Nur Mut, traut Euch mal! Klärt auf! Typisch, diese Geheimniskrämerei in der hiesigen Kommunalpolitik. Doch dahinter steckt Kalkül. Schließlich will man ja keine schlafenden Hunde wecken. Fragt ja eh keiner nach, schon gar nicht die Opposition! Spannend wird es werden, wenn kein Geld aus dem Investitionsstock fließen sollte. Dann wird man jeden Cent umdrehen müssen. Hey, die Kostenschätzung für die Fußgänger-Variante müsste ebenso auf dem Tisch liegen. Fakt ist und bleibt die Tatsache, dass Autofahrer auch ohne die liebgewonnene Brücke zum Sportplatz gelangen. Dafür braucht es noch nicht mal einen Umweg, weil die Fahrt durch das Industriegebiet bei Freigabe der Ortsumfahrung für Autofahrer und Fußgänger ohnehin ein Muss ist. Die könnte dann bequem dort die Nahe überqueren und den Damm auf der Sportplatz-Seite entlangfahren. So gesehen, bräuchte es die Brücke gar nicht mehr. Klingt zwar hart, aber in der Fußballer-Sprache ausgedrückt lieg die Wahrheit bekanntlich auf dem Platz, konkret hier auf der Sportplatzbrücke. Das gesparte Geld ließe sich dann anderswo einsetzen. Die Debatte ist angestoßen.   

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