Kostenexplosion? Muss die Sportplatzbrücke weg?

Was hat die Ortsgemeinde vor? Im Investitionsplan für 2021 hat die doch tatsächlich schwindelerregende 500.000 Euro für die Sanierung der Sportplatzbrücke eingestellt. Die wird doch am Ende nicht so einen Batzen Geld in die Hand nehmen wollen, um die Auto geeignet wiederherzustellen, die, wenn man ehrlich ist, es gar nicht unbedingt braucht. Eine halbe Million Euro! Man muss sich diese Summe mal auf der Zunge zergehen lassen. Und damit dürfte das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein. Was ließen sich damit nicht alles für Dorf-Projekte umsetzen. Sinnvollere wohlgemerkt! Nein, der Blog kann eine solch gigantische Investition in eine Sportplatz-Zuwegung nicht gutheißen. Warum: Alle Wege führen zum Sportplatz. Es gibt Alternativen über Hochstädten und von der B 41, westlicher Anschluss über „Uber“. Die anzulegen kostet nur ein Bruchteil oder vielleicht sogar gar nichts, weil sie im Zuge der Hochwasserertüchtigung mit umgesetzt werden könnten.

Die marode Sportplatzbrücke rein für Fußgänger herzurichten wäre hingegen eine denkbare Option. Die kann nur kleines Geld kosten. Sportplatzbesucher könnten vor dieser parken und die paar Meter zu Fuß gehen. Generell wird die ja gerade von Fußgängern aus den Dorf genutzt. Der Blog gibt allerdings zu bedenken, dass die Brücke nach Fertigstellung der Ortsumfahrung nicht mehr auf direktem Wege erreicht werden kann, sondern nur über Umwege durch das Industriegebiet. Mal ehrlich, dann können diejenigen auch gleich in Hochstädten die Nahe überqueren und den Damm Richtung Hellberg entlanggehen. Wäre ja auch schöner, weil gemäß Planung zwischen Sportplatz und Hochstädten ein Seitenarm der Nahe als Naherholungsgebiet installiert wird.

Still ruht der See, zumindest was Transparenz und Entscheidung angehen. Wie immer halt! Scheinbar will man das Mammut-Projekt heimlich, still und leise vorantreiben. Nachtigall, ick hör dir trapsen! Sparen sozusagen für den Tag X. Es müssten längst verlässliche Zahlen sowohl als reine Fußgängerbrücke, als auch Autobrücke vorliegen. Hält man diese mit Absicht von der Öffentlichkeit fern? Denkbar! Genaue Zahlen sind (noch) keine durchgesickert, aber es kann davon ausgegangen werden, dass eine Umwidmung zu einer reinen Fußgängerbrücke – alleine vom Kosten-Nutzen-Verhältnis her beurteilt – am sinnvollsten erscheint. Mehr noch: Alles andere wäre rausgeschmissenes Geld. Geld, das in Dorfplätze, Wanderwege, Ruhebänke, Spielplätze und, und, und viel sinnvoller angelegt wäre.

Nun hat man das Thema also scheinbar ins nächste Jahr hinein vertagt. Bei einem Projekt, mit einer solchen finanziellen Dimension, darf nicht nach Interessenlage, vielmehr nach gesundem Menschenverstand eine Entscheidung getroffen werden. Man darf gespannt sein, wer oder was sich am Ende durchsetzen wird. Nochmals, der Blog hält eine Investition dieser Größenordnung für Wahnsinn. Eine Einzelmeinung, mehr nicht. Wenn sich keine günstige Lösung abzeichnen sollte, dann muss die halt weg. Anzuwenden ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Wenn die Kosten explodieren, dann kann der Slogan nur lauten: „Die Brücke muss weg“!   

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