Satirischer Rückblick vom 30. August!

Über Tafel Kirn, Ordnungsamts-Desaster, Beatmungsgeräten-Pleite, Pool-Boom…

50 nigelnagelneue Beatmungsgeräte zu verkaufen! Ungenutzt und originalverpackt! – so oder so ähnlich könnte die Überschrift auf eBay Kleinanzeigen lauten. Mit oder ohne Versand? Nur an Abholer? Sicherlich alles Verhandlungssache! Landrätin Bettina Dickes muss nur noch ein Online-Konto eröffnen, ein für sie typisches Selfie von sich mit den High Tec-Teilen im Hintergrund platzieren, und schon kanns losgehen. Sie hat zu Beginn der Pandemie per Eilbeschluss das hochkomplizierte medizinische Gerät gleich 50-fach bestellt. Werden die jetzt verramscht? Sicherlich gut gemeint, aber irgendwie dann doch nicht zu Ende gedacht. Wie schon so oft. Mehr noch: das Ganze scheint sich jetzt zu einem politischen Eklat zu entwickeln. Nur blöd, dass das Land Rheinland-Pfalz jetzt doch keinen Cent beisteuert und man den Kauf auch nicht rückabwickeln kann. Autsch, das tut weh! Dumm gelaufen! Da hat man sich in der Teppichbodenabteilung des Kreishauses wohl mächtig vergaloppiert. Aber sowas von! Haben Frau Dickes und ihre Beigeordneten dem Kreistag am Ende keinen reinen Wein bezüglich den Rahmenbedingungen eingeschenkt? Die Vermutung mangelnder Rückversicherung liegt sehr, sehr nahe! Nun muss man ihr zu Gute halten, dass sie in einer Art voreiligem Pflichtbewusstsein, das Wohl der Menschen in ihrem Landkreis im Blick hatte. Menschlich und emotional nachvollziehbar. Dass die meisten Landräte bundesweit von derlei Anschaffungen Abstand nahmen – geschenkt. Der Fall der Fälle trat nicht ein und jetzt liegen die Beatmungsgeräte unbenutzt auf Halde. Die Hochtechnologie hätte kompetent eh keiner bedienen können. Ja, dafür braucht es Fachpersonal. Einfach Stecker rein und schon pumpt die Luft – ist nicht. Der Aspekt ist ein weiterer Beleg für den Vorwuf „des-nicht-zu-Ende-denkens“. Der eh schon kritisch beäugte Alleingang hinkt nach der Bekanntgabe von Einzelheiten des eingefädelten Deals mehr denn je. Konsequenzen muss die Landrätin allerdings nicht fürchten, und dies, obwohl der voreilige Schnellschuss sich zu einem teuren Rohrkrepierer entpuppte. Sie selbst gerät gerade voll in die Schusslinie! Fakt ist, Frau Dickes hat einen richtigen Bock geschossen! Egal, ist ja nicht ihr Geld. Und was sind schon 2 Millionen Euro bei dem Schuldenstand? PEANUTS! mehr

Eine Antwort auf „Satirischer Rückblick vom 30. August!“

  1. Großes Lob verdienen sich diejenigen welche sich für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft einsetzen. Hut ab vor allen Mitarbeitern der Tafeln.
    Doch der Wunsch nach einem Großlager ist meiner Meinung der falsche Weg. Man sollte die Tafeln nicht für alle Zeit zementieren, sondern die Hauptaufgabe der Tafeln und der Politik muß es sein, dass wir eine solche Einrichtung in unserem wohlhabenden Land nicht mehr brauchen.

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