Hilferuf: Jetzt ist aber gut mit der Lautstärke!

HILFERUF! Irgendwann ist die Schmerzgrenze erreicht! Wie lange noch müssen die unmittelbaren Anlieger den Baulärm der Großbaustelle B 41 Ortsumfahrung noch ertragen? Seit Tagen und Wochen wird am Brückenspannwerk bis spät in die Nacht gewerkelt. Natürlich mit dem entsprechenden Geräuschpegel. Und gleich früh am Morgen geht das Hämmern wieder von vorne los. Das Zeitfenster der Nachtruhe hat sich mittlerweile auf maximal sechs Stunden reduziert. „Zu wenig,“ beschweren sich einige Anwohner der Alten Straße lauthals. Zurecht! Auch bis weiter nach oben hinauf in die Neubaugebiete dringt der massive Geräuschpegel. Keine Frage, bauen geht nun einmal nicht geräuschlos einher. Aber müssen die Arbeitszeiten tagtäglich bis nach Mitternacht ausgeweitet werden? Wohl kaum! Wahrscheinlich ist der Zeitdruck derart massiv, dass man sich seitens der ausführenden Firmen nicht mehr anders zu helfen weiß. Und dieser geht dann zu Lasten der Anwohner. Die werden immer dünnhäutiger. Ihnen sei geraten sich zu wehren. Was kann man tun? Mal kräftig auf den Putz hauen und die Verantwortlichen mit Beschwerden bombardieren. Mal öffentlich machen das Ganze. „Anwohner leiden unter Baulärm“ – wäre doch eine passende Schlagzeile. Blöd nur, dass die Zeitung so gar kein Interesse an den großen und kleinen Geschichten abseits der Baustelle hat. Viel lieber sind der Baustellenfortschreibungsberichte. Von wegen der Einfachheit und besseren Bildchen. Also Anwohner, helft Euch selbst oder ertragt den Trubel. Unterstützung dürft ihr von keinem erwarten. Auch nicht vom 60-Prozent-Bürgermeister. Für ihn ist die Baustelle und alles Drumherum unantastbar, weil er das Projekt als den Meilenstein der Geschichte der Ortschaft sieht. Trotzdem, Baulärm bis Mitternacht kann auch er nicht gutheißen. Schließlich trägt er Verantwortung und müsste daher um eine Balance bemüht sein.

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