Das Wort zum Sonntag

Das Wichtigste vorneweg: Die BOMBE ist entschärft! Der Blindgänger erwies sich als äußerst zähes Biest. Nun weiß man ja vor allem auch aus der Politik, alte Blindgänger sind widerspenstig, heimtückisch und gefährlich. Um diese auszuschalten braucht es Knowhow. Alltag für die Jungs vom Kampfmittelräumdienst. WOW, die Teufelskerle haben es krass drauf. Aber sowas von! Keine Frage, sie werden als die stillen Helden schlechthin aus dem Kirner Jahrhundertereignis hervorgehen. Kein Wunder, dass sie von allen Seiten geherzt werden. Nur, alleine bei warmen Worten sollte es nicht bleiben. Nein, die Kirner sollten sich dem gesamten Team gegenüber als gute Gastgeber erkenntlich erweisen. Blog-Vorschlag: Einladung nach Kirn samt Empfang, Bierprobe und Abschlussessen auf der Kyrburg. Den üblichen Worten mal Taten folgen lassen. So wird ein Schuh draus. Lasst Euch was einfallen!  

Als ein Mann der Taten in der „Bomben-Krise“ erwies sich Bürgermeister Frank Ensminger. Er schaute den Einsatzkräften nicht nur  über die Schultern, sondern packte aktiv mit an. Egal ob als Versorgungsfahrer für die Posten oder Einkäufer bei REWE, der Boss war als Organisator, Kurier und Marketender unterwegs. Er zeigte sich zudem bei de Leit und kam ins Gespräch – passt! Und er war es schlussendlich auch, der den freiwilligen Einsatzkräften einen Allinklusive-Pizza-Tag in Aussicht stellte. Ein gesprochenes pauschales Dankeschön genügt ihm nicht. WOW, der Bürgermeister hat es verinnerlicht. Voller Euphorie über das gute Ende hat er im Fernseh-Interview einen italienischen Abend in Aussicht gestellt. Er müsse nur noch die Logistik mit der Bürgermeister-Gattin klären. Reine Formsache! Also liebe Freiwilligen aller Couleur, in Kürze gibt es Pizza satt und das Backen übernimmt der Maestro mit der Kochschürze himself. Guten Appo! Nachahmer gesucht! Von den B-besoldeten hat man solche Töne nicht wahrgenommen.

Jetzt noch ein paar Sätze zum an sich selbsterklärenden Schluss- und zugleich Aufmacher-Bild in der Zeitung: Wie vom Blog präzise orhergesagt, ließ der typische Schnappschuss mit „erlegter“ Bombe nicht lange auf sich warten. Der hat dazu zwar seine eigene Meinung zu derartigen Zurschaustellungen, aber Fakt ist, solche Inszinierungen gehören einfach dazu. Punkt! Klappern gehört zum Handwerk. Und manche klappern halt etwas lauter – bis hin zur Perfektion sogar. Von der Landrätin lernen, heißt vor allem politisches Show-Business lernen. Egal ob als Pilgerin, Köchin, Bloggerin, Selfie-Posterin, Überbringerin von guten Nachrichten oder was auch immer, sie  wandelt immer auf dem schmalen Grat von Selbstinszenierung und Informationsauftrag hin und her. Too much für den Blog-Geschmack. Sei’s drum, Politik ist halt vor allem tägliche Show. Und Dickes beansprucht die Show-Bühne nahezu ganz alleine für sich. Belohnung, Applaus und Anerkennung erfährt sie durch Likes. Wenn es darum geht, das Momentum für die Geschichtsbücher einzufangen, darf sie daher in erster Reihe nicht fehlen. Was soll sie tun? Sie kann nicht anders! Ausnahmsweise kein weiteres Gemecker dazu vom Blog. Alles gut! Hadern hilft ja eh nix, denn solide Sachpolitiker, die bodenständig ohne großes Brimborium ihren Wahlauftrag erfüllen und nicht meinen, jede klitzekleine Aktivität mit Selfie transportieren zu müssen, sind eh gerade aus. Schade!    

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