Hochstettener Hochstraße

Nicht schön, aber selten! Die Hochstraße über die Bahn bis hinunter zum Industriegebiet nimmt langsam aber sicher Konturen an. Nun, harmonisch fügt sich der Abschnitt gewiss nicht ins Landschaftsbild ein. Im Gegenteil: Ausmaße und Anblick erschrecken nur. Gut, dass sich das menschliche Auge auch an unansehnliche Ausmaße aus Stahl und Beton gewöhnen kann. Die Zeit hilft dabei! Der Bypass eng am östlichen Ortseingang vorbei mag zwar den Durchgangsverkehr aufnehmen, aber ein Hingucker ist der deshalb noch lange nicht. Früher hieß es nicht selten bei durchfahrenden Pendlern – gemünzt auf den ersten optischen Eindruck: „In Hochstetten möchte man nicht tot über dem Zaun hängen!“ Da ist gewiss was dran. Keine Farge, unser Dorf, (noch) zerschnitten durch die Bundesstraße, wird nach der Fertigstellung an Wohnqualität gewinnen. Nicht für alle, doch entlang der dann ehemaligen Durchgangsstraße, wird der Bypasses sicherlich seine Wirkung nicht verfehlen. Es wird ruhiger werden, insgesamt aber nicht schöner. Die Hochstettener Hochstraße (HH) und das Straßengeflecht danach tragen nun einmal rein optisch nicht dazu bei, den Landespreis „Unser Dorf soll schöner werden“, ins Dorf zu holen. Im Gegenteil. Doch gebaut ist gebaut. So werden wir uns mit der Sparvariante einer aus Blog-Sicht zu anschmiegsamen Ortsumfahrung anfreunden müssen. Ein Kompromiss, nicht mehr und nicht weniger. Einer, der so manchem noch bitter aufstoßen wird. Für den großen Wurf mit Martinstein war die Politik nicht bereit. So bleibt es unter dem Strich nur Flickwerk. Wieder einmal! Der große Wurf für Pendler und Anwohner hätte anders und großzügiger geplant werden müssen.

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