Drei Wochen später, aber sie passen!

Da brat mir doch einer einen Storch, die Papiere sind tatsächlich da. Verspätet zwar, aber immerhin. Wen jucken schon Mehrkosten, verursacht durch schlechtes Timing. Die Stahlträger konnten jetzt also wie Dominosteine auf die Widerlager eingesetzt werden. Und? Alltägliche Routine beim Straßenbau, sollte man meinen! Nicht für den Öffentlichen Anzeiger  – wahrscheinlich wegen den stets damit einhergehenden blattfüllenden Bildchen. Und immer sind es Menschenmassen, die das „Spektakel“ beobachten. Zwei, drei Rentner vielleicht – mehr aber auch nicht. Geht es auch mal eine Spur bescheidener und in der Sache angemessener? Baustelle bleibt nun einmal Baustelle. Daher braucht es nicht mehr, als eine kurze Meldung – wenn überhaupt! Wenn der Öffentliche Anzeiger schon für diese aufeinanderfolgenden Stahlträger-Routine-Maßnahmen in schöner Regelmäßigkeit halbe Seiten verballert, was wird der dann erst aufrufen, wenn die Bundesstraße für die Überspannung voll gesperrt werden muss? Eine Sonderausgabe? Hier mal zwei Vorschläge für Titelzeilen: „Menschenmassen verfolgen aufsehenerregendes Baustellen-Spektakel am Ortsrand!“ Oder wie wäre es mit dieser: „Ein Ort steht Kopf: Unter dem Beifall zahlreicher Interessenten, wurden die letzten Eisenträger quer über die Bundesstraße eingesetzt.“

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