Geologischer Lehrpfad ist auch Eichenprozessionsspinner Lehrpfad!!!

ALARM! Eichenprozessionsspinner – Gefahr für Wald und Mensch! Sie verursachen Juckreiz, manchmal sogar Atemnot. Eichen soll man weichen – dieses Sprichwort gilt mittlerweile nicht nur bei Gewitter. Fakt ist, der Eichenprozessionsspinner ist wieder verstärkt unterwegs und mit ihm die gesundheitsgefährdenden Brennhaare. Entlang des Geologischen Lehrpfades fühlt sich der Schädling anscheinend besonders wohl. Kaum ein Baum links und rechts des Weges ist nicht von dem Schädling befallen. Woran man das erkennt? Nun, man muss nur auf die Markierungen mit roter Farbe auf den Baumstämmen achten. Die Hat ein Hundebesitzer aus dem Dorf aufgespritzt, der regelmäßig die Route für seinen Gassigang wählt. Neben reichlich Leckerlis hat der neuerdings auch eine Spraydose mit roter Signalfarbe sowie ein Fernglas mit im Gepäck.

Ist er so etwas wie ein „Eichenprozessionsspinner-Aufspürer“? Im Ernst, er beobachtet, markiert und meldet! Damit leistet er einen wertvollen Dienst an der Allgemeinheit. Je mehr Farbe am Baum, desto ausgeprägter ist der Befall. Und der ist immens! Manche Stämme wurden von ihm regelrecht codiert. Wanderer müssen daher besonders vorsichtig sein. Ganz besonders in einem kurzen Höhen-Abschnitt. Dort bilden auf einer Länge von etwa einhundert Metern befallene Bäume einen regelrechten Tunnel mit überspannenden Ästen. Und das bedeutet Gefahr! Unterwegs sein nach dem Prinzip „Hanns Guck-in-die-Luft“ wäre ausnahmsweise mal empfehelnswert. Sie wissen ja „Wenn der Hanns zur Schule ging, stets sein Blick am Himmel – heruntergebrochen an den Bäumen – hing.“ Genauso geht’s, um nicht böse überrascht zu werden. Wahr ist, der Geologische Lehrpfad erweist sich zweifelsfrei als Hotspot für den Eichenprozessionsspinner. Wahr ist aber auch, der ist touristisch nicht sonderlich gefragt und daher nicht so stark frequentiert. Gut so – zumindest jetzt in der heißen Phase.

Dennoch, Orts- und Verbandsgemeinde wären gut beraten, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um der Plage entlang des Geologischen Lehrpfades, der zynisch auch als „Eichenprozessionsspinner-Lehrpfad“ betitelt werden könnte, einigermaßen Herr zu werden. Bis dahin sollte man darüber nachdenken, den Weg zumindest ausreichend mit Warnschildern zu versehen. Die hängen nur vereinzelt und bilden die derzeitige Tragweite bei weitem nicht ab. Anderswo wurden bei solchen Ausmaßen Wegeabschnitte sogar gesperrt. Wenn jemand in Kontakt mit den Biestern kommt und sich verletzt, dann ist das Geheule groß. Die Bekämpfung kostet Zeit und Geld. Da kommt viel Arbeit auf die zuständigen Sachbearbeiter zu. Wie es weiter geht? Der Blog bleibt dran.

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