Das Wort zum Sonntag

Fusionsgedanken! Nein, es war keine Liebesheirat! Die Eheleute Kirn und Kirn-Land gingen eine Zweckgemeinschaft mit Muster-Ehevertrag ein. Zwangsweise wohlgemerkt. Da kann man dann nicht unbedingt davon sprechen, dass zusammengefunden hat was zusammengehört. Ganz sicher nicht! In den Köpfen der altgedienten Politiker wird immer eine Trennlinie verlaufen – mal mehr, mal weniger dick! Die wird erst dann allmählich an Konturen verlieren, wenn die alten Zöpfe oder anders formuliert Gründerväter weg sind. Die Protagonisten versuchen zwar immer ihre zweifelsfrei vorhandenen Eheprobleme zu kaschieren, aber hin und wieder fällt eben die Maskerade. Etwa in der Schwimmbad-Debatte, wo Hans Helmut Döbell die Kräfteverhältnisse in Basta-Manier zurechtrückte. Deutlich und unverblümt! Der hätte sich besser auf die Zunge gebissen. Manche Aussagen lassen sich nicht mehr einfangen. Das ohnehin schon kühle Eheverhältnis, dürfte noch ein paar Grad tiefer in den Keller gesackt sein. Merke, Augenhöhe geht anders! So geht man nicht mit einer Stadt um. Zu einem harmonischeren Miteinander wird auch ein Eheberater nicht beitragen können. Die Kiste ist und bleibt verfahren. So etwas wie heißblütige Leidenschaft wird erst dann einkehren, wenn die Altgedienten mal das Feld räumen. Wo soll die schließlich auch herkommen? Es läuft halt so gar nichts im Schlafgemach. Biologisch auch irgendwie logisch.     

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