Das Wort zum Pfingstmontag

„Schönheit ist relativ.“ Der Ausspruch gilt für Menschen, aber auch für Ortschaften. Die meisten Beurteiler sind dann aber doch in der ständigen Versuchung, sich unter dieser Prämisse selbst zu betrügen. Macht das Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell, wenn er beim Deichbau-Ortstermin, Hochstetten-Dhaun als „schöne“ Ortschaft beschreibt? Sein Statement hat er zumindest in Teilen exklusiv. Der Ort hat zwar einiges an Wohnkomfort zu bieten, aber schön, nein schön ist der nicht. Jedenfalls nicht im klassischen Sinn. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Dann schon eher auf den Zweiten. In gewisser Weise blühend, zweckmäßig oder bedeutend – ja das trifft es dann schon eher. Abgesehen von der schönen Landschaft versprüht Hochstetten nur wenig Charme. Kein Ortskern, keine schmucken Winkel und Ecken und auch sonst keine optischen Leckerbissen gibt es hier zu entdecken. Und auch das neue Straßengeflecht drumherum wird gewiss nicht zu einer optischen Verbesserung des Hauptortes beitragen. Im Gegenteil: Die Dimensionen erschrecken nur. Keine Frage, beurteilt man die einzelnen Ortsteile getrennt, sind die in sich durchaus schön. Dennoch, Hochstetten-Dhaun als Gesamtpaket ist auch Heimat. Und Heimat ist irgendwie immer schön. Für Döbell und für jeden anderen auch. Somit hat er also recht, der Herr Bürgermeister. Der Blog stimmt daher mit ein: „ Hochstetten-Dhaun ist eine schöne Ortsgemeinde.“  

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