Best of Behördendeutsch! Die Kohl-Statements verständlich erklärt!

Super-Oli fliegt nach Ingelheim davon…

Behördendeutsch, Beamtendeutsch oder auch Amtssprache nennen wir eine Sprache, die wir von deutschen Amtsstuben gewöhnt sind und die sich durch eine gewisse Sperrigkeit auszeichnet. Die wird auch immer wieder gerne gewählt, um in der Außendarstellung unbequeme Wahrheiten zu kaschieren. Beispiel gefällig: „Grund seines Wechsel sei nicht die im Oktober verlorene Wahl“, sagt Kohl. Kann man glauben, muss man aber nicht. Das Kirner wird diese Aussage schon richtig zu bewerten wissen. Ebenso der Satz „das Verhältnis zu Bürgermeister Thoma Jung sei gut und entspannt“. Angesichts der Wahl-Ereignisse oder anders formuliert der Kohl-Klatsche ist auch diese Aussage wenig glaubhaft. Diesen Makel kann keiner so einfach abschütteln, schon gar nicht, wenn man als Favorit dermaßen Prügel bezogen hat. Ein Verwaltungsexperte verliert gegen einen „Nobody“ und soll jetzt auch noch brav unter diesem dienen? Nein, dass wäre auf Dauer niemals gutgegangen, zumal seine Führungsaufgabe durch die Fusion in einer gleichberechtigten Doppelspitze endete. Der einzige wahre Satz, wenn auch freundlich formuliert, ist dann doch der: „Er habe sich in der Verwaltungsstruktur nicht so wiedergefunden, wie erhofft.“ Nett geschrieben, aber auch diesbezüglich weit an den Tatsachen vorbei. Kohl ist gefrustet und fühlt sich fehl am Platz. Günther Gerhardt hat diese leidvolle Erfahrung auch machen müssen, als er vor Jahren gegen Werner Müller unterlag. Ihn zog es nach Mainz. Als dieser unsinnige Stellenkegel von den überwiegend SPD-Parteifreunden so zusammengebastelt worden ist, dachten weder er noch sie niemals ernsthaft daran, dass er als Wahlverlierer enden könnte. Bekanntlich kam es anders. Dumm gelaufen! Keine Frage, der Zusammenschluss der beiden Werke leidet unter Anlaufschwierigkeiten. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Kohls Weggang als Chance verstehen? Warum nicht? Es braucht keine Doppelspitze. Klare Hierarchien gilt es zu schaffen. Ein Chef, ein Vertreter – Punkt! Und Letzterer dürfte aus dem eigenen Reihen zu finden sein. Bedeutet nicht Fusion auch Einsparung? Jetzt ist die Gelegenheit, um sich neu aufzustellen. Ein Häuptling ist geflüchtet. Rein formell und stellentechnisch hätte es besser nicht laufen können. Den jetzt eins zu eins zu ersetzen wäre nicht im Sinne der Steuerzahler. Schauen wir mal, inwieweit der Verbandsgemeinderat nunmehr in der Lage ist die Weichen richtig zu stellen.

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