Unendliche Geschichte Wanderwege

Lob darf es an dieser Stelle auch mal sein – und das nicht zu knapp. In Zeiten wo Corona die Menschen sicherlich vermehrt zu Urlauben in der Heimat animieren wird, gilt es mit seinen Pfunden zu wuchern – aber sowas von! Und im Kirner Land sind das fraglos die Wanderwege. Die gilt es zu pflegen und attraktiv zu halten. Bei den Premium-Wegen gelingt das auch durchweg. Eine neuerliche Momentaufnahme auf dem Wildgrafenweg: Das Gras ist gemäht, Überwuchs von Bäumen oder gar herabgefallene Äste von Herbst und Winter sind beseitigt. Und auch Bänke und Liegen sind freigeschnitten. Letzteres nicht ganz! Einen klitzekleinen Grund zu meckern gibt es dann doch. Vielleicht ist der Blog auch etwas schneggich. Der Aussichtspunkt oberhalb Hochstetten ist an sich ein richtiges Schmankerl auf der Strecke. Die dort geschwungene Relax-Liege, noch dazu postiert an einem lauschigen Plätzchen, verleiht dem von Haus aus anziehenden Aussichtspunkt den entscheidenden Kick. Wer sich hier niedergelassen hat, will so schnell nicht mehr auf die Füße. Warum auch? Verweilen, Entspannen, Genießen – das passt. Bequem ist die körperangepasste Liegefläche aus Holz jedenfalls. Und der weite Blick nach links über das Nahetal sowie geradeaus auf Hochstädten, lässt den steilen Aufstieg hinauf im Nu vergessen. Nur nach rechts kann man noch immer nicht schauen. Wildwuchs verhindert den vollkommenen Rundumblick. Die Hecken wurden jetzt zwar etwas zurechtgestutzt, aber das reicht bei weitem nicht aus. Radikaleres Vorgehen wäre wünschenswert. Wahrscheinlich sind dem Wanderweg-Pfleger ja auch die Hände gebunden, weil Privatbesitz. Dennoch, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.   

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