Der ewige Traum von einer Seilbahn hinauf nach Dhaun!

EINSPRUCH! Eine Seilbahn vom Campingplatz Haumühle im Kellenbachtal hinauf nach Dhaun hat bei weitem nicht das Potenzial für einen Touristenmagneten. Gemäß einem neuerlichen Zeitungsbericht trauert Campingplatz-Eigentümer Bruno Schmidt noch heute seinem Traum von eben einer solchen Verbindung nach. Sein damaliges Werben stieß bei den zuständigen Politikern der Verbandsgemeinde auf taube Ohren. Schmidt bemängelt im Nachgang den „fehlenden politischen Willen“. War irgendwie aber auch ein blöder Zeitpunkt, denn die Entscheider hatten ja mit dem Skywalk ihr eigenes Projekt auf der Agenda. Sei’s drum, das war eh eine Schnapsidee. Warum? Nun, wie bitteschön soll sich eine solche Seilbahn rechnen? Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass Seilbahnen automatisch lange Menschen-Schlangen nach sich ziehen. Da braucht es schon etwas mehr als ein Seil und Kaninen vom Tal hoch auf das Schloss. Dass sich diese erfolgreich hätte umsetzen lassen, diese Ansicht hat der Campingplatz-Betreiber auch Jahre später noch exklusiv. Da will der Blog mal erden und widersprechen. Es wäre nix geworden mit einem Touristen-Hotspot. Im Gegenteil. Die Bahn wäre gefloppt und längst schon abgebaut. Aber Träumen darf man, auch heute noch. Und hadern darf man, auch heute noch.

Schmidt mag ja Friseur-Weltmeister gewesen sein, aber als Visionär in Tourismusfragen taugen er und seine Eingebungen nicht wirklich. Siehe sein Wappensaal-Projekt unter dem Namen „Staun in Dhaun“. Was hatten die Betreiber nicht alles für Pläne. Umgesetzt wurde nicht einer. Wahr ist, die beabsichtigte Event-Location nahm niemals richtig Fahrt auf. Wahr ist aber auch, der Mann aus dem Saarland beweist Mut. Doch der alleine reicht nicht, um erfolgreich zu sein. Offensichtlicher Streit untereinander sorgte für ein abruptes Ende am Fuße der Schlossmauer. Die Folge:  Der Verkauf des Wappensaals an Marco Fritz. Jetzt will der wachküssen. Möge es ihm gelingen! Küssen wollten schon Schmidt und Co. Darf und muss er jetzt auch bei den Horlebein-Gebäuden. Die beiden nebeneinander liegenden Komplexe vis-á-vis verfallen zusehends. Nicht gerader ein harmonisches Bild. Ehrlich, geschenkt ist noch zu teuer. „Da ist momentan viel Bewegung drin“, äußert Schmidt im Zeitungs-Interview zuversichtlich. Wirklich? Von Abriss, über Verkauf bis 13 modernen Hotelzimmern reichen seine Pläne. Soso! Siehe Seilbahn? „Die Sätze hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ Investoren stehen in unserem Landstrich nicht gerade Schlange. Nicht in Dhaun. Gut für ihn, dass wenigstens Campingplatz und Räuberschenke zu florieren scheinen. Ansonsten sei ihm geraten „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Nicht jede spontane Eingebung ist am Ende umsetzbar. Der Blog wird mit Spannung und Interesse die Entwicklung der maroden und in Teilen sicher schon einsturzgefährdenden Hotel-Gebäude mitverfolgen.       

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