Schwimmbäder dürfen jetzt wieder öffnen – auch das Kirner Jahnbad!

Öffnet das Kirner Jahnbad am 27. Mai seine Pforten? Die Landesregierung hat jedenfalls landesweit grünes Licht für einen geregelten Badebetrieb gegeben. Unter welchen Voraussetzungen steht noch aus. Nunmehr haben auch die Kirner Stadtwerke also Planungssicherheit. Ende Mai kann es also losgehen, fragt sich nur wie? Wie muss man sich einen Gang ins Schwimmbad in der „neuen Normalität“ vorstellen? Vorab, ist eine Entscheidung, ob und wann das Jahnbad öffnet, überhaupt schon gefallen? Ungeachtet dessen, dürften die Saisonvorbereitungen wie gewohnt auf Hochtouren laufen. Man will ja schließlich vorbereitet sein auf den Tag X.  Wie werden die Rahmenbedingungen für eine etwas andere Saison aussehen? An manchen Badetagen herrscht Volksfeststimmung. Und Volksfeste, das wissen wir jetzt, sind bis Ende August verboten. Keine Frage, es herrscht (noch) große Ungewissheit. Wird es in diesem Sommer ungetrübten Badespaß dicht an dicht in den Becken sowie Handtuch an Handtuch auf der Liegewiese geben? Wohl kaum!

Man muss kein Prophet sein, um diesbezüglich allgemeinhin verordnete Einschränkungen aus der Politik vorhersagen zu können. Weit über 1000 Badegäste pro Tag waren in der Vergangenheit keine Seltenheit. Gerade in heißen Phasen ist das Jahnbad mit seinem Erlebnischarakter Anziehungspunkt für die Menschen im Kirner Land und weit darüber hinaus. Es wird drastische Einschränkungen bei den Besucherzahlen geben. Die erfordern Disziplin. Inwieweit man die einhalten wird können, darf angesichts des zu erwartenden hohen Kinderanteils an den Nachmittagen oder den Ferien bezweifelt werden. Keine Probleme dürfte es geben, wenn die Stammgäste am frühen Morgen ihre Bahnen ziehen. Trotz alledem, Abkühlung im erfrischenden Nass sollte gemäßigt möglich sein.  Mit einer Begrenzung der Besucherzahl erscheint es möglich, die Abstandsregeln einzuhalten. Ohne Sicherheitsdienst dürfte es gerade an heißen Tagen am Eingang allerdings nicht funktionieren.

Fazit: Ein Start Anfang Juni ist wahrscheinlich. Keine Frage, Einnahmeverluste wird es sicher geben. Weniger Gäste ist gleichzusetzen mit weniger Einnahmen, und dies, bei gleichem Aufwand. Keine leichte Aufgabe erwarten Stadtwerke und Personal. Man darf gespannt sein, wie ein geregelter Alltagsbetrieb in Zeiten von Corona aufgebaut werden kann. Und man darf gespannt sein, wie viele Besucher zeitgleich das Schwimmbad werden aufsuchen können. Dafür braucht es zunächst einmal eine Handlungsanordnung. Die in die Praxis umzusetzen, wird dann Aufgabe der Stadtwerke werden.  

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