Wohnhausbrand in Kirn und die Verbreitung im Netz!

Es ist eine alte Binsenweisheit. Menschen reagieren stärker auf schlechte Nachrichten als auf gute. Bilder und Meldungen von Unglücken verbreiten sich in Windeseile. Das war so, das ist so und das wird auch immer so bleiben. Daher will auch jeder der Erste sein, der sie verbreitet. Erneut ein gutes Beispiel ist der Wohnhausbrand mit Todesfolge in Kirn. In Nullkommanix verbreiteten sich die ersten Bilder und Videos über die öffentlichen Netzwerke. Einen regelrechten Wettbewerb liefern sich danach dann die Medien. Wer das Geschehen und die Folgen als erste raushaut, der kann die meisten Klicks verbuchen. Schade zwar, aber heute hat es grundsätzlich großen Einfluss darauf, welche Nachrichten Zeitungs- und Fernsehredaktionen auswählen. Der Trend, Unglücke gleich welcher Art in allen seinen Facetten schnellstmöglich nach Hause zu liefern hat Methode. Der klassische Gaffer muss sich gar nicht erst auf den Weg machen zum Unglücksort. Der kann bequem auf der Couch sitzenbleiben. So ist das heutzutage nun einmal. Schlimme Bilder werden von der Masse regelrecht eingesaugt. Und die wird reichlich bedient, auch von den Tageszeitungen. Der Öffentliche Anzeiger hat für die nächsten Tage jedenfalls wieder ein Aufmacher-Thema, welches das Blatt auf einfache und schnelle Art und Weise füllt. Da dürfte zwischen den Zeilen das Sätzchen „endlich mal was anderes als Corona-Auswirkungen“ mitschwingen. Durchatmen für ein, zwei Tage. Redaktionell sei ihr das gegönnt.

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