Das Wort zum Sonntag

Symbolisch die Bedeutung des Baumes und des Waldes unterstrichen – an sich ein guter Gedanke! In Zeiten von Stürmen, Borkenkäfer, Trockenheit und Waldsterben hat unsere Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) auf den schlechten Zustand des Waldes hingewiesen. Sicherlich gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht! In Zeiten von Corona hätte sie sich das Presse-Brimborium nämlich sparen können. Politiker-Kollegen ausladen, Bürgermeister erst gar nicht einladen, aber sich als Alleindarstellerin ins mediale Schaufenster stellen, hat ein Geschmäckle. Hat die gute Julia doch gar nicht notwendig. Angesichts des Drumherum, trat der Sinn dieser Baumpflanz-Aktion irgendwie völlig in den Hintergrund. Schon im Vorfeld, weil sich SPD-Mann Joe Weingarten zornig über seinen Rausschmiss äußerte. Für seine kritischen Worte bekam er viel Zuspruch. Unter dem Strich wurde es in dieser Art und Weise zu einer werbewirksamen „One-Women-Show“, zu dem der Tag des Deutschen Baumes missbraucht worden ist. Möge die Ulme trotzdem wachsen und gedeihen. Übrigens, auf der grünen Wiese war reichlich Platz, um Sicherheitsabstände im XXXL-Format garantieren zu können. Hauptsache der SWR war vertreten. Erst ein wenig mit Vertretern von lokalen Umweltschutzverbänden buddeln, dann Bäumchen rein ins Loch, ordentlich wässern – fertig. Zu guter Letzt noch schnell ein Interview für das Fernseh-Volk. 11 Uhr und die Frisur sitzt in Kirn! Schöne Bilder halt.  

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