Vom Sheriff zum Bürgermeister: Nahezu 100 Tage ist „Lucky-TJ“ jetzt am Ruder!

Kinder, wie die Zeit vergeht. Der parteilose VG-Bürgermeister Thomas Jung ist seit seiner Vereidigung am 9. Januar nahezu 100 Tage im Amt. Was ist bisher hängengeblieben von seinem Wirken? Nun, revolutionäres sicher nicht. Dafür war die Zeit zu kurz und die Themen zu rar. Das Rad muss er ja auch nicht neu erfinden. Dennoch, was kommt rüber von „Lucky TJ“, dem ehemaligen Sheriff und jetzigem Chef der Verwaltung. Hier eine vage Beurteilung aus der Ferne:

„Frischer Schwung mit Thomas Jung“ – diese Schlagzeile hatte er sich selbst für eine Berichterstattung in der Zeitung, nach dieser üblichen ersten Bilanz-Zeitspanne, auserkoren. Nun, da die Frist in den kommenden Tagen abläuft, stellt sich die Frage, inwieweit „Luck-TJ“ seiner Prognose von damals gerecht werden konnte? Wie schaut es aus mit dem frischen Schwung und an was lässt sich der überhaupt festmachen? Schwierig! Auf Anhieb will dem Blog so gar nichts an richtungsweisenden Entscheidungen einfallen, die mit seinem Engagement unmittelbar in Verbindung gebracht werden könnten. So richtig hat sein Stempel (noch) keinen Abdruck hinterlassen. Vielleicht intern, aber das mag kein Außenstehender beurteilen. Dafür bräuchte es schon eine hausinterne Vorgesetztenrückmeldung, aber wie der Name schon verrät, wäre die dann ja auch nicht öffentlich.

Unbedingt neue Themenfelder sind in den vergangenen drei Monaten jedenfalls nicht beackert worden. Zumindest ist beim Blog nichts zählbares hängengeblieben. Und der kann sich ja auch nur an Veröffentlichungen orientieren. Was trägt die Handschrift von Jung? Gute Frage, nächste Frage! Was gibt es Neues? Gibt es wirklich so gar nichts? Richtungsweisende Planspiele und Projekte wurden jedenfalls nicht aus seinem Büro im VG-Gebäude angeschoben, geschweige denn vermeldet. Die ersten 100 Tage verliefen also relativ geräuschlos ab. Vielleicht nehmen die internen Umstrukturierungen nach der Fusion noch viel zu großen Raum ein, um nach außen hin den großen Macher und Visionär geben zu können. Erst muss der eigene Stall passen, bevor man sich mit Projekten hinauswagt. Ist das seine Philosophie? Wir wissen es nicht!

Und seit Corona ticken die Uhren eh anders. Alles ist dem Virus untergeordnet. Da ist Jung ungewollt als Krisenmanager gefragt. Wobei, dahingehend ist ihm seine Freundin Bettina Dickes um einiges voraus. Ist ja auch mehr ihr Spielplatz. Das öffentliche Leben steht still. Politische Entscheidungen werden vertagt. Zählbares, Fehlanzeige. Fazit: Jung regiert bisher ohne großes Tamtam. Langsame Herangehensweise – passt! Erst mal ruhig angehen lassen und sich einen Überblick verschaffen. Hauptsache, er hat seinen Laden im Griff. Von einem verwegenen Cowboy, der mit dem Versprechen von neuen Impulsen, klugen Ideen und frischen Gedanken angetreten ist, spürt man bisher recht wenig. Die Fenster einen Spalt zu öffnen ist zu wenig. Für eine gründliche Durchlüftung braucht es Platz. Daher ist die in der öffentlichen Wahrnehmung bisher (noch) nicht angekommen. Kurzum, eine Beurteilung nach 100 Tagen ist angesichts der momentanen Umständen keinesfalls angezeigt. Nach Corona wird geurteilt. Daher, Wiedervorlage in ein paar Wochen.

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