Mitgliederversammlung SPD Hochstetten-Dhaun/Meckenbach

Wenn eine Partei zu einer Mitgliederversammlung mit Neuwahlen einlädt, dann werden im Regelfall vergangene Erfolge hinausposaunt, selbst wenn die gar nicht vorhanden sind. Das war so, das ist so und wird wohl auch zukünftig immer so bleiben. Diesbezüglich bildet die SPD Hochstetten-Dhaun/Meckenbach keine Ausnahme. Die Berichterstattung im Nachgang zeichnet das Bild einer Partei, der die vergangenen Wahlen wohl die Sinne vernebelt haben. „Man bedauerte, dass die Mehrheiten bei den zurückliegenden Wahlen nicht ausgebaut werden konnten“. Der O-Ton lässt aufhorchen. Ist nicht eher das Gegenteil der Fall? Machen wir mal einen Fakten-Check! Hans Helmut Döbell konnte gerade mal 60 Prozent der Stimmen bei der Bürgermeister-Wahl auf sich vereinen, und dies, als Einzelbewerber. Nahezu die Hälfte der Bürger wählte ihn ab. SPD-Kandidat Oliver Kohl scheiterte krachend bei seinem Versuch den Chef-Stuhl der neu formierten Verbandsgemeinde Kirner-Land zu erklimmen, und das, gegen einen Newcomer. Auf Kreisebene verzeichnete die SPD ebenfalls Einbußen. Nur noch zwei SPD-Vertreter aus dem Kirner Land gehören dem Kreistag an – vormals fünf! Wenn man bedenkt, dass der Westen vom Kreishaus gefühlt eh kaum wahrgenommen wird, war das eine ganz bittere Pille, die man im Wonnemonat Mai schlucken musste. Verluste, wenn auch nur leicht, verzeichnete man auf Orts- und VG-Ebene. Zusammenfassend eine doch eher ernüchternde Bilanz. Weiter ließ Döbell wissen, dass die VG-Beigeordneten-Wahl in geordneten Bahnen verlief. Stimmt, weil er es geschafft hat, die notwendigen Strippen parteiübergreifend im Vorfeld zu ziehen. Geräuschlos, versteht sich. Für den Posten bootete er sogar seinen SPD-Vorsitzenden Michael Schmitt aus. Der Stimmenkönig hätte es gerne gewuppt. Bei der Wahl machte er gute Miene zum bösen Spiel. Ja, die Wahrheit ist manchmal hart. Die ernüchternde Bilanz packte Döbell rückblickend in einen einzigen Satz: „Man bedauere, dass die Mehrheiten bei den zurückliegenden Wahlen nicht ausgebaut werden konnten“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.