Das Wort zum Sonntag

Der Countdown läuft. Heute in einer Woche wählt Kirn einen neuen Bürgermeister. Das heißt, wenn das Coronavirus dem Wahlvorhaben nicht einen Strich durch die Rechnung machen sollte. Es sind gerade verrückte Zeiten, in der wir leben. Alles sicher geglaubte und gewohnte, hängt am unsichtbaren Virus-Faden. Apropos verrückte Zeiten. Wie wird die zukünftige Zusammenarbeit mit einer Bürgermeisterin Christa Hermes (CDU) oder Frank Ensminger (FDP) im Stadtrat aussehen? Das Klima dort ist nicht gerade harmonisch, um es mal wohlwollend auszudrücken. Zusammenraufen scheint geboten, sonst wird das nix mit einer konstruktiven Politik zum Wohle der Stadt. Besser noch wäre ein Reset. Alles auf Neuanfang. Wie wäre es mit einer teambildenden Maßnahme nach der Wahl? Zur Gemeinschaftsfindung eine Art Überlebenstraining. Unter teambildenden Maßnahmen versteht man solche, die darauf abzielen, das WIR-Gefühl innerhalb eines Teams, hier der Stadtrat, zu stärken, um in weiterer Folge Kommunikation, Produktivität und Motivation der Mitglieder zu erhöhen. Ein gut funktionierender Stadtrat ist das wertvollste Kapital einer Stadt. Doch aufgepasst, ein Spaßtag formt noch lange kein Team. Da braucht es schon etwas mehr, zumal die politischen Fronten in Kirn extrem verhärtet sind. Nun, Extremsport scheidet wegen der Altersstruktur wohl aus. Wie wäre es mit einer Bootstour oder einem Kochkurs? Es geht nicht darum hinterher freundschaftlich verbunden zu sein. Es reicht schon, wenn verbal abgerüstet wird und sich der Umgang untereinander auf sachlicher Ebene einpendelt. Vielleicht reichen ja auch ein paar richtungsweisende Gespräche zwischen dem neuen Stadtchef und den Fraktionsvorsitzenden, um die gebotene Atmosphäre wiederherzustellen. Damit ist nicht kuscheln gemeint. Gestritten werden in der Sache darf weiterhin, allerdings ohne persönliche Anfeindungen.  

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