Belegärzte gesucht

Die Kreuznacher Diakonie sucht gleich drei Belegärzte für das Kirner Krankenhaus. Geworben wird im Ärzteblatt sowie auch in den sozialen Medien. Ein Schritt in die richtige Richtung, möchte man meinen. Dumm nur, dass die Ärzte nicht gerade Schlange stehen, um in einem Provinz-Krankenhaus, deren Existenz längst nicht gesichert ist, anzuheuern. Im Gegenteil: Fachpersonal in den Bereichen Kardiologie, Gastroenterologie, und Chirurgie werden überall mit Kusshand genommen. Wahr ist, dass zusätzliche Ärzte Nachfragelücken schließen helfen und dadurch den Standort aufwerten. Wahr ist aber auch, dass man wahrscheinlich viel Geduld wird haben müssen, um gleich alle drei Stellen besetzen zu können. Wenn nur einer käme, wäre das in Zeiten von Ärzte-Mangel, schon als Mega-Erfolg zu werten. Kirn konkurriert mit Regionen, die infrastrukturelle Vorteile haben. Woanders dürfte auch mehr Geld fließen. Wie jeder weiß, ist die Diakonie nicht gerade bekannt dafür, üppige Gehälter zu zahlen. Vielleicht gelingt ja auch ein Coup und gleich drei geeignete Kandidaten unterschreiben im Krankenhaus am Rande der Stadt langfristige Verträge. Dass käme jedoch einem Sechser im Lotto gleich. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Zuversicht ist angesagt. „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“ – so lautet ja auch die Fastenaktion für die evangelische Kirche 2020. Passt irgendwie. Logisch, denn nur mit Zuversicht kann es gelingen, Ärzte nach Kirn zu locken. Zuversicht alleine wird allerdings nicht reichen. Mal schauen, wann die Diakonie ihre neuen Mediziner vorstellen wird können.

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