Was keiner weiß, Radweg hat viele Besitzer! Wie wäre es mit einer Maut?

Hangaufschüttung in Schnitt-Zeichnung: Urgelände, neue Neigung und am Radweg Stützmauer…

Was hatte der Landkreis nicht auf die Tube gedrückt, als es um Sofortmaßnahmen bezüglich Hangrutschungen zwischen Hochstetten-Dhaun und Kirn ging. Kurzzeitig herrschte sogar regelrecht Alarmstimmung. Gefühlt in einem Eilantrag wurde im Mai 2019 beschlossen, eine Sofortmaßnahme gegen den drohenden Hangrutsch oberhalb der L 183 auf einem etwa 200 Meter langen Teilstück einzuleiten. Passiert ist bisher wenig bis nichts! Seit nunmehr fast einem Jahr schmort der Rutschhang samt welliger Straße vor sich hin, ohne dass sich etwas tut. Sieht man mal von der Rodung des Hanges ab, herrscht Stillstand. Gefahr im Verzug definiert man irgendwie anders, oder nicht? Warum nur die Verzögerung? Nun, ein Grund könnte sein, dass die Eigentumsverhältnisse im Hang selbst sowie auf dem Radweg darunter komplizierter sind, als es viele glauben mögen. So flatterte den Eigentümern dieser Tage ein Schreiben der SGD Nord ins Haus. Die ersucht um eine „Duldung der Errichtung eines Stützkörpers“. Logisch, die müssen mit ins Boot geholt werden, wenn es darum geht, Erdaushub- und Baumaßnahmen voranzutreiben. Kostenneutral für sie, versteht sich. Nun muss man wissen, dass der Radweg in diesem Bereich in mehrere kleinere Flure untergliedert sind. Und die zählen pro Flur bis zu 50 Anteilseigner. ja, richtig gelesen, bis zu 50. Eine Flurbereinigung hatte nämlich zu keiner Zeit stattgefunden, sodass sich über die Jahrzehnte die Eigentümer durch Vererbungen summierten. Alle Anschreiben und Antworten abwarten – das kann dauern. Manch einer wird vielleichtsogar Einspruch einlegen wollen, was die Hangrutsch-Sicherungsmaßnahme weiter verzögern könnte. Theoretisch ist alle denkbar. Das momentane Verfahren kostet nur Zeit und Geld. Wäre es im Zuge der Vorbereitungen nicht sinnvoll, das Gelände komplett zu übernehmen? Sollte doch möglich sein die Eigentümer zu einer Übertragung ihrer klitzekleinen Anteile an den Kreis, den LBM oder wem auch immer bewegen zu können. Einfach mal darüber nachdenken. Dann geht es zukünftig auch schneller mit dem Verwaltungskram. Alternativ wäre es zukünftig sogar denkbar, dass Eigentümer sich an die Wegstrecke setzen, um Wegezoll oder Maut zu verlangen. Was der CSU-Scheuer kann…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.