Erste Eisenträger aufgelegt

Schlechtwetter war gestern! Wurden Bauarbeiter früher einmal monatelang in eine von der Natur gewollten Zwangspause geschickt, müssen die in Zeiten der globalen Klimaerwärmung nunmehr durchpowern. Sehen kann man das auf der Großbaustelle Ortsumfahrung Hochstetten-Dhaun, die flott vorangetrieben werden kann. Nachdem schon tonnenweise Asphalt auf die Trasse aufgetragen worden ist, hat eine Spezialfirma damit begonnen, Stahlträger auf die vorbereiteten Widerlager zu positionieren. Der Anfang ist gemacht! Weitere Abschnitte werden folgen. So lange, bis das Brückenbauwerk über die Bahnschienen und noch weiter bis zum Anschlussstück als eine Einheit verschmelzt. Was gibt das für ein Klotz, oder? Die Ausmaße sind schon gewaltig und auch optisch erschreckend. Kaum vorstellbar, dass sich die fertige Brücke einmal harmonisch in das Landschaftsbild einfügen wird können. Aber es geht ja nicht in erster Linie um die Optik. Wenn das der Fall wäre, hätte die Ortsumfahrung der Marke Sparvariante unmittelbar hinter den Häusern vorbei niemals genehmigt werden dürfen. Es geht einzig und allein darum, den durchfließenden Verkehr aus der Ortschaft zu verbannen. Man darf gespannt sein, wie das Gesamtbauwerk das Bild der Ortschaft insgesamt verändern wird. Gut, dass sich das Auge schnell an Veränderungen gewöhnt – siehe Überflieger in Kirn. Auch an den Anblick musste man sich erst einmal gewöhnen. Heute wird die Brücke als optische Selbstverständlichkeit hingenommen. So gesehen, besteht noch Hoffnung. Besteht auch noch Hoffnung für weitere Entlastungen von Ortschaften sowie insgesamt bessere Verkehrsführung entlang der Bundesstraße – etwa Martinstein? Was nützt die leichte Entschärfung nach Fertigstellung der Baumaßnahme Hochstetten-Dhaun, wenn die Strecke Richtung Bad Sobernheim und auch Idar-Oberstein für Pendler ein Gräuel ist? Bis Bad Sobernheim flutscht es auf der Bundesstraße 41, aber danach wird es Richtung Kirn und Idar-Oberstein nur noch schleppend. Im Westen halt nicht viel Neues!  

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