Parkhaus von elf bis Mittag!!!

Es sind oftmals die klitzekleinen Meldungen, die aufhorchen lassen. Manchmal reicht schon ein kleiner unscheinbar wirkender Nebensatz, um selbst als Außenstehender Fakten sowie Zusammenhänge klarer erkennen und zuordnen zu können. Nachdem das Innenministerium die Argumente pro Parkhaus offenbar als zu schwach einstufte und überdies eine Realisierungschance unter den gegebenen Bedingungen offenlies, scheint den abgebildeten Reaktionen nach allgemeine Ratlosigkeit im Stadtrat zu herrschen. Jedenfalls erteilte die Erste Beigeordnete, Christa Hermes, einer erneuten Verkehrszählung, zumindest indirekt, eine Absage. Zitat im Zeitungsbericht: „Eine neue Verkehrszählung helfe auch nicht. Da käme nur heraus, dass die Stadt morgens um elf dicht sei und ansonsten Parkplätze verfügbar seien“! Moment Frau Hermes, im Umkehrschluss würde das ja bedeuten, dass Kirn nur ein Parkhaus von „elf bis Mittag“ bräuchte. In der übrigen Zeit, so die logische Schlussfolgerung, stünde im Stadtgebiet genügend Parkraum zur Verfügung. Hmmm! Ein „Ein-Stunden-Parkhaus“ für so viel Kohle? Mal nachdenken! Wäre das hübsche Sümmchen nicht lohnender in ein „Stunden-Hotel“ angelegt? Kirn hat doch so wenig Betten im Angebot. Spaß beiseite, wenn der Istzustand von der vorübergehenden „Chefin“ im Ergebnis schon so niederschmetternd für die wenig verbliebenen Befürworter kommuniziert wird, dann stellt sich jedem normaldenkenden Beobachter mehr denn je die Frage nach dem ursprünglichen Sinn eines solchen Projektes, zumal sich die Chose unterdessen verteuert hat. Offensichtlich liegen die Kosten für einen Parkhausstellplatz bei mittlerweile 14 000 Euro statt bislang kalkulierter 13 500 Euro. Wegen Wiederholungsgefahr spart sich der Blog an dieser Stelle jeden weiteren Kommentar über den von SPD und FWG noch angestrebten Kirner „Turmbau zu Babel“. Gut, dass in Kürze mit der Umsetzung des dezentralen Konzeptes begonnen wird. Scheinbar wartet man nur noch auf warmes und trockenes Wetter. Wenn am Bahnhof und an der Brauerei die ersten Dauerparker aufschlagen, wird dann auch die geschilderte „chaotische“ Zeitspanne von „elf bis Mittag“ im Stadtgebiet überbrückt werden können. Spätestens dann, wenn alle zusätzlichen Parkplätze des dezentralen Konzeptes final am Start sind, hat es sich ausgeträumt. Dann redet kein Mensch mehr von Parkplatz-Problemen und einem Parkhaus-Neubau.

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