Nicht immer alles nur hinnehmen, sondern mal zur Wehr setzen!

In Hochstetten werden mit dem Gebiet „Im Scheiberling“ 31 weitere Bauplätze erschlossen, und dies, obwohl die Anbindung über Hellbergblick und Alte Straße ohnehin schon chronisch überlastet ist. So schildern es zumindest die betroffenen Anlieger. Anstatt jedoch ihrem Frust freien Lauf zu lassen, schlucken sie auch diese weitere Kröte kommentarlos. Mehr noch: Sie nehmen auch hin, dass die Straßenbeläge vor ihren Haustüren durch Überlastung, vergangene Bautätigkeiten und dem damit verbundenen Schwerlastverkehr in den zurückliegenden Jahren massiv gelitten haben. „Loch an Loch und hält doch“ – so oder so ähnlich lassen sich die Schäden mittlerweile charakterisieren. Die Ortsgemeinde schert sich nicht um ihre Bedenken. Im Gegenteil! Sie macht Alternativlosigkeit geltend und fertig ist die Laube! Alle Bedenken werden weggewischt und dem Wunsch nach mehr Bauland untergeordnet. Dass man sich auch wehren kann, beweisen ebenso Betroffene in Altenbamberg. Wie am Wochenende in der Zeitung stand, haben sich Anlieger dort organisiert, weil ein neues Baugebiet – ohne extra Anbindung – für mehr Verkehr vor ihren Haustüren sorgen würde. Das wollen sie nicht widerstandslos hinnehmen. Bravo! Daher hat die 70-köpfige Bürgerinitiative einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht eingeschaltet. Grundsätzlich sind die „Widerstandskämpfer“ nicht gegen ein neues Baugebiet, aber wenn, dann bitteschön mit einer alternativen Erreichbarkeit. Die lag vor Jahren auch schon mal auf dem Tisch für das komplette Neubaugebiet am Umsetzer. Aber nur ganz kurz, weil eine mögliche Variante, runter zur Bundesstraße oder in Richtung Simmeral, als zu teuer erachtet worden ist. Der Gedanke verschwand dann für immer im Buch der vergessenen Projekte. Spätestens, wenn das Neubaugebiet final bebaut worden ist, werden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Hellbergblick fällig werden. Unebenheiten im Straßenbelag, defekte Bordsteine oder tiefe Stolperstufen in den Gehsteigen dulden an sich jetzt schon keinen Aufschub mehr. Die Mängel sind offenkundig. Spätestens dann wird das Gejammer der Anlieger groß sein, denn es ist kaum vorstellbar, dass die Kommune die Kosten nicht umlegen wird, und dies, trotz Versprechen des Ortsbürgermeisters, dass das niemals nicht geschehen wird. Wiedervorlage in fünf Jahren.

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