Sportplatzbrücke: Wie würden Sie entscheiden?

„Brücke eins, Brücke zwei oder Brücke drei?“ – wie würden Sie entscheiden? Müssen Sie nicht, denn in dieser Frage sind die Einwohner außen vor. Das Sagen haben die gewählten Vertreter. Für welche Variante werden die sich mehrheitlich aussprechen? Dem Vernehmen nach liegen die Angebote für die Sanierung der Sportplatzbrücke auf dem Tisch. Genaue Zahlen sind (noch) keine durchgesickert, aber es kann davon ausgegangen werden, dass eine Umwidmung zu einer reinen Fußgängerbrücke – alleine vom Kosten-Nutzen-Verhältnis her beurteilt – am sinnvollsten erscheint. So zumindest der letzte öffentliche Sachstand. Das Thema wurde nämlich im August 2019 ausgiebig im Rat beackert. Seinerzeit wollte man allerdings nicht vogelwild mit fiktiven Zahlen herumspekulieren. Jetzt liegen verlässliche Kalkulationen vor. Kommt es in Kürze zur Abstimmung? Und wenn, wann wird die sein? Gemäß Tagesordnung ist die Angelegenheit nicht Gegenstand der heutigen Ratssitzung.

Rückblick: Eine Expertise gab es schon einmal. Bereits 2013 veranschlagten Ingenieure 880 000 Euro für eine komplette Erneuerung der Brücke. Viel Geld! Zu viel, äußerte seinerzeit die Ortsgemeinde in einem Pressegespräch. Wörtlich hieß es: „Dann müssen alle die, die zum Sportplatz wollen, vor der Brücke ihr Auto abstellen.“ Für die Ortsgemeinde stand eine Investition dieser Größenordnung, nur zu dem Zweck, dass Fahrzeuge zum Sportplatz oder ins Grüne fahren können, nicht in Relation zum Nutzen. Alternativ bestünde ja immer auch die Möglichkeit über den Wirtschaftsweg von Hochstädten aus zum Sportplatzgelände zu gelangen, hieß es damals weiter.

An Sachlage und Einstellung dürfte sich kaum was verändert haben? Nur am Preis. Der dürfte bei den zuletzt massiven Preissteigerungen an die Millionengrenze heranreichen. Bei solchen Summen müsse man kapitulieren und die Variante Fußgängerbrücke ziehen. Darin waren sich alle Ratsmitglieder noch im vergangenen Sommer einig. Auf Empfehlung eines Gutachterbüros wurde die Brücke für Fahrzeuge gesperrt. Die Zuwegung erfolgt seither über Hochstädten. Nach Vollendung der Hochwasserschutzmaßnahmen steht der Anschluss über die Bundesstraße durch „Uber“ im Raum. Kaum vorstellbar diese Variante, aber sie scheint die einzig vernünftige zu sein. „Et kütt, wie et kütt“, sagt der Kölner. Da ist was Wahres dran. Warten wir also die Entscheidung des Rates in der Brücken-Frage ab.

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