Mahnwache der Bürgerinitiative zeigt Früchte: Kirner Krankenhaus bekommt über kurz oder lang Bauchchirurgie zurück!!!

Das wichtigste vorneweg. Im Kirner Krankenhaus soll wieder eine Bauchchirurgie etabliert werden. BOMBE! Galle, Blinddarm, Magen oder Darm-Operationen werden in Kirn dann wieder durchgeführt werden können. Wie, wann und mit wem, darüber drang über den inoffiziellen Flurfunk nichts nach außen. Immerhin, die Absichtserklärung wurde bei der Mitarbeiterversammlung seitens des Vorstandes wohl ausgesprochen. Mehr noch: Es soll sogar wieder ein Rundum-Notdienst für Notfälle gleich welcher Art aufgebaut werden. Kurzum, der Standort am Rande der Stadt soll wieder alle Charakteristiken eines vollwertigen Krankenhauses aufweisen.

Zugegeben, es werden (noch) sehr viele „solls“ verwendet in den Formulierungen, allerdings bedeuten derlei Absichtserklärungen einen gewaltigen Schritt nach vorne. In der Gesundheitssprache ausgedrückt, ist das Krankenhaus jetzt stabil und reif die Intensivstation verlassen zu können. Der Patient ist sozusagen über den Berg und muss nur noch aufgepäppelt werden. Geduldig und behutsam! Das kann zwar dauern, aber die Zeit für eine dauerhafte Genesung, ohne einen Rückfall befürchten zu müssen, braucht es halt. Und dafür braucht es Pflegekräfte und Ärzte. Ein Knackpunkt heutzutage. Hoffen wir diesbezüglich nur das Beste. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Pfarrer Volker Dressel brachte es in seiner musikalischen Andacht auf den Punkt: „Weil Gesundheit so ein kostbares Gut ist, will man ein Krankenhaus in seiner Nähe wissen!“ Dem Satz ist nichts mehr hinzuzufügen. Krankenhaus bedeutet Sicherheit und Geborgenheit, gerade auf dem Land, wo eine Gesundheitsversorgung von Haus aus nicht so ergiebig und flächendeckend vorhanden ist. Die Mahnwache der Bürgerinitiative Draußen, anlässlich der Mitarbeiterversammlung Drinnen, unterstrich eines ganz deutlich, nämlich dass die Menschen im Kirner Land in dieser existenziellen Frage an einem Strang ziehen. AUSNAHMSLOS!

Mittendrin statt nur dabei die ganzen Politikergrößen aus dem Kirner-Land und weit darüber hinaus. Mit ihren Besuchen bekundeten sie ihre Solidarität mit der Bewegung und den Menschen, die hier wohnen. Gut so, wenngleich einem bei solchen Stippvisiten immer ein Gefühl von „Falscher-Film“ beschleicht. Schließlich waren und sind es ja ihre Parteikollegen hier und im fernen Berlin, die für das Gesundheitssystem in der jetzigen Form Verantwortung tragen. Fakt ist, die Politik schafft die Rahmenbedingungen, unter der vor allem kleinere Krankenhäuser zu leiden haben. Für viele bedeuten die das Aus! Von daher, gehen solche Solidaritätsbekundungen in den heimatlichen Wahlkreisen immer mit einem Geschmäckle einher.

Die Mahnwache war jedenfalls ein voller Erfolg. Nicht zuletzt auch deshalb, weil viele Menschen sich während den unterschiedlichen Themenblöcken informieren konnten. Wahr ist, das Kirner Krankenhaus wird als Akutkrankenhaus aufgewertet. Wahr ist aber auch, dass der Zeitplan der Umsetzung und mit welchem Personal das geschehen soll, noch nicht festgezurrt zu sein scheint. Es bleibt irgendwie alles eine Hängepartie. Dennoch, Kirn wird bleiben. Eine Kehrtwende können sich Politik und Diakonie nicht mehr leisten. Durchatmen ist angesagt. mehr

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