Satirischer Wochenrückblick 29. Februar

Über Magie des roten Würfels, Coronavirus, SIMONA goes Bosporus, Schneechaos…

Die Apokalypse naht. Es kann nicht mehr lange dauern, bis der Coronavirus das Kirner Land erreichen wird. Ein Schreckens-Szenario steht uns unmittelbar bevor! Sorry, alle die noch keine Atemschutzmaske griffbereit liegen, keine Vorräte gebunkert und keinen Schutzanzug an der Garderobe hängen haben, wird es hart treffen. Verreck, die Panik ist allgegenwärtig. Und die treibt seltsame Blüten. Der REWE-Markt in Kirn kam die Tage gar nicht mit dem Auffüllen der Regale nach. Mancherorts wird sich schon häuslich eingeigelt. Man, man, man, was schieben manche Menschen doch für eine Panik. Der Blog kann helfen: Der hat noch mehrere ausgediente weiße Ganzkörper-Schutzanzüge mit Kopfhaube und Fingerhüllen von der vergangenen Vogelgrippe-Welle im Keller gebunkert. Die haben das Verfallsdatum bei weitem noch nicht überschritten. Obendrauf packt der noch einen Mundschutz und eine Desinfektionslösung. Das ganze Paket wird meistbietend an besonders ängstliche Zeitgenossen abgegeben. Wie wär’s. Wer will nochmal, wer hat noch nicht! Nur Mut! Persönliche Nachricht genügt.  mehr

SIMONA dementiert Türkei-Pläne!!!

Oftmals sind es die kleinen Meldungen oder einfache Halbsätze, die eine immense Tragweite zum Ausdruck bringen. Die SIMONA plant NICHT Teile ihrer Plattenproduktion in die Türkei auszulagern. Es war schon mehr als nur ein übliches Gerücht, das bis dato die Runde machte. Entsprechende Hinweise kamen nämlich aus dem Pool der Simonianer. Durchatmen ist angesagt, weil das Unternehmen diesbezügliche Pläne vehement verneinte. Werden die schrillenden Alarmglocken jetzt verstummen? Trotz aller Bekundungen bleiben diejenigen, die in den Produktionshallen die Maschinen am Laufen halten, skeptisch. mehr

Von der Schneelast und dem Verkehrschaos!

Weil vor allem Tannen durch das Sturmtief Sabine heftig durcheinandergewirbelt worden sind, ist die Wahrscheinlichkeit von schwachen Ästen latent. Jetzt schneite es innerhalb kürzester Zeit ungewöhnlich viel. Unter der außergewöhnlichen Last der Güte Pappschnee brachen immer wieder große Äste ab. In Hochstetten-Dhaun schrillten am späten Nachmittag die Sirenen, wohl auch deshalb, weil ein großer Ast an der Einmündung Im Backesgarten sich quer über die Straße legte. Für den Fahrzeugverkehr gab es kein Durchkommen mehr. Allerdings nur kurz, denn die herbeigeeilten Feuerwehrmänner beseitigten das Hindernis im Nu. „Stihl“ sei Dank. Aus Sicherheitsgründen sollte man vorerst die Nähe zu Bäumen sowie Waldspaziergänge meiden. Das Schneetreiben hat teilweise zu chaotischen Szenen auf den Straßen im Kirner Land geführt. Vielerorts ging es kaum voran. Nun, Schneeglätte und Autofahrer passen heutzutage kaum noch zusammen. Hallo, es ist Winter! Da kann es auch schon mal winterlich zuegehen. War früher über Wochen der Fall. Heutzutage werden beim geringsten Schneefall Sondersendungen ausgestrahlt und die Print-Medien überschlagen sich Tags darauf mit Wintereindrücken. Den Winter als Sensation in Szene setzen – verrückte Welt!

Winterimpressionen

Es gibt ihn also doch noch, den Winter. Zumindest gibt der ein Gastspiel. Wird irgendwie ja auch Zeit, denn es ist mittlerweile schon Ende Februar. Leider handelt es sich nur um eine weiße Pampe, die sicherlich flugs verschmolzen sein wird. Von daher, genießen wir die prächtige Winterlandschaft, vielleicht ist es die letzte Gelegenheit.

Realsatire pur beim Heringsessen: SPD oder CDU, für welche Partei startet Christa Hermes eigentlich?

Anlass für die Rubrik „in welcher Welt leben wir eigentlich“! In einer Zeit, wo sich politische Parteien in einer Orientierungskrise befinden, wo niemand genau weiß wofür die Etablierten programmatisch und inhaltlich stehen, hält Christa Hermes (CDU) beim Heringsessen des SPD-Gemeindeverbandes Kirner Land den SPD-Würfel in die Kamera und lädt den Schnappschuss dann auch noch ohne Hemmungen auf Facebook hoch. Als ob es das Normalste von der Welt wäre. Häh? Die Selbstverständlichkeit muss jedem Politikinteressierten die Sprache verschlagen. Hat sie etwa das Parteibuch gewechselt? Haben Fisch und Gequellte nach SPD-Rezept ihr so gut geschmeckt, dass sie sogleich in die SPD eingetreten ist? Im Ernst, welche Überlegung steckt hinter dieser Geste? Welches Signal möchte die Christdemokratin an die Wähler aussenden? “Hallo, ich bin zwar CDU, wenn es sein muss, kann ich aber auch SPD!“ mehr

Verkehrsführung nicht ohne!!!

Ab und an fahren die Autos auch geradeaus, anstatt die Schikane zu nehmen…

Nicht ungefährlich ist die Verkehrsführung am östlichen Ortsausgang von Hochstetten-Dhaun. Wie schon mehrfach beobachtet wurde, benutzen Fahrzeugteilnehmer, die aus dem Kreisel Richtung Idar-Oberstein kommen, abschnittweise die entgegenkommende Fahrspur. In der kleinen Schikane, fahren die einfach geradeaus, anstatt dem kleinen Kurvenverlauf zu folgen. Der ist zwar mit gelben Streifen markiert, aber trotzdem ist die Situation unmittelbar vor Beginn der Häuserzeilen, zumindest für einige leicht verwirrend. Der Blog hat jetzt schon zwei Mal das kurzzeitige Benutzen der entgegenkommenden Fahrspur zweier Autofahrer beobachten können. Gegenverkehr herrschte gottlob nicht, sodass es zu keinen konkreten Gefahrensituationen, geschweige denn Unfällen kommen konnte. Und auch im Kreisel davor kommt es immer wieder zu brenzligen Konstellationen, weil das vorübergehende Provisorium das Auffassungsvermögen so mancher Verkehrsteilnehmer offenbar übersteigt. Auch hier sollen gelbe Markierungsstreifen Orientierung bieten. Blöd nur, die bleiben nicht dauerhaft auf der Fahrbahn kleben. Eine optische Lenkung ist daher nicht durchweg gewährleistet. Vor allem für Ortsfremde, ist das Baustellen-Provisorium nicht ohne. Insgesamt sollte nachgebessert werden. Klar, handelt sich bei Baustellen immer um Gefahrenbereiche, aber die gilt es so gut es geht zu minimieren.

Arzt oder Bürgermeister?

Arzt oder Bürgermeister? Ensminger kann beides!

Schluss, aus, fertig – die Fastnacht ist vorbei. In den Tagesverlauf kehrt wieder so etwas wie der Alltag zurück. Gut so, denn alles hat seine Zeit. Nach der Fastnacht ist bekanntlich vor der Fastnacht, sodass so mancher eingefleischte Vertreter der Narrenzunft niemals so ganz abschalten wird können. Was ist von der diesjährigen Fastnacht geblieben? Nun, das Kirner Land hat ausgiebig gefeiert. Gemäß den Fastnachtsartikeln, waren alle Sitzungen im Kirner Land bombastisch gut, sodass man gut und gerne von einer regelrechten Hochburg der Narrtei hier an der Nahe sprechen kann. Fastnachtskönigin ist unsere Landrätin. Niemand war auf Sitzungen und Straßenumzügen so omnipräsent wie sie. Der Aschermittwoch bedeutet auch für sie eine Rückkehr zum Arbeitsplatz. Irgendwann muss die First-Lady des Landkreises ja auch mal ihren Verpflichtungen am Schreibtisch nachgehen, gell? Und die werden nicht weniger werden. In Kürze wird bei uns der erste Coronavirus aufschlagen,. Dann wird die lebenslustige Fastnachterin ihr Talent als Moderatorin in einer Krise nachweisen müssen. Was ist noch aufgefallen? Es ist friedlich zugegangen in der heißen Phase. Keine gravierenden Auffälligkeiten in den Polizeiberichten – gut so! Die Bürgerinitiative „Rettet das Kirner Krankenhaus“ bekam einen Preis für die beste Fußgruppe. Hut ab, die 30-köpfige GEMEINSCHAFT ist mit einer wichtigen Botschaft unterwegs gewesen und sahnte dann auch noch verdient ab. Außergewöhnlich auch, das Fastnacht sehr wohl die Zeit sein kann, um Handwerke und Berufe blitzschnell erlernen zu können. Küster war gestern, heute ist Arzt! Frank Ensminger bekam die Doktor-Weihe mit Handauflegen regelrecht übergestülpt. Boah, der macht aber auch was her in der Kluft! „Der Arzt, dem die Frauen vertrauen“ – wurde sogleich der passende Slogan ins Leben gerufen. Ein neuer Arzt der Zuversicht ausstrahlt und sich dazu noch in Kirn ansiedelt, besser kann es das Mittelzentrum eigentlich nicht treffen. Er selbst fühlte sich in seiner zwischenzeitlichen Rolle sehr wohl. Doch Schuster bleib bei deinen Leisten! Nicht als Arzt, sondern als Politiker und Bürgermeister wird der Kirner zukünftig seinen Mann stehen müssen.

Homestorys Kirner Bürgermeisterkandidaten

Wer wird Chef im Kirner Rathaus???

Es kann nicht mehr allzu lange dauern, bis die beiden Kirner Bürgermeisterkandidaten im Öffentlichen Anzeiger vorgestellt werden. Dann wird es wieder kräftig menscheln in den Artikeln unter der Devise Mensch und Programm. Homestory gewürzt mit politischem Programm – passt! Wie immer halt! Was, wäre, wenn und überhaupt und, und, und. Bleibt zu hoffen, dass die Unterschiede in der Ausführlichkeit nicht so gravierend ausfallen wie bei der Vorstellung der drei VG-Bürgermeisterkandidaten im vergangenen Herbst. Seinerzeit widmete die Zeitung dem Tausendsassa Jung satte 193 Zeilen mit großem Familienfoto. Zweitplatziert, in der Print-Reihenfolge, war Oliver Kohl mit immerhin noch guten 163 Zeilen, aber mit dem insgesamt doch kleineren Format. Abgeschlagen auf Platz rangierte Andreas Römer. Er bekam nur 138 Zeilen eingeräumt und die schlechtere Platzierung oben auf der zweiten Kirner Seite. Irgendwie war das schon eine Ungleichbehandlung. Wie werden wohl die Homestorys von Frank Ensminger (FDP) und Christa Hermes (CDU) angelegt? Nach dem gleichen System? Fair wäre das exakt gleiche Format mit den exakt gleichen Fragen und Schwerpunkten nebeneinander oder untereinander am gleichen Erscheinungstag. Eine Art Gegenüberstellung – passt! Auf diese Art und Weise lassen sich unterschiedliche Ansichten am ehesten herausfiltern. Für das Wähler-Urteilsvermögen wäre eine solche Vorgehensweise sicherlich hilfreich. Keine Frage, der Sympathie-Faktor wird diese Wahl entscheiden, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Wahlaussagen bei allen nahezu identische Schwerpunkte setzen dürften. Da Rad muss nicht neu erfunden werden. Da fällt es schwer sich die einfache Frage zu stellen: Wer will was und will ich das auch? Wem traue ich Bürgermeister zu? Wird es in erster Linie eine Wahl des Bauchgefühls werden? Möglich! Und auf der Suche nach diesem wird es am 10. März gewiss eng werden im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde. Also rechtzeitig da sein. Die Neugier auf die beiden Kandidaten dürfte gefühlt riesig sein. Hoffentlich haben die Moderatoren gescheite Fragen auf ihrem Zettel stehen. Gesucht wird der Unterschied. Spannend wird es ohnehin erst im offenen Dialog werden. Wer konnte unter dem Strich am ehesten überzeugen?

Hoch auf dem Hochzeitswagen…

Mehr Romantik geht fast nicht! Braut und Bräutigam winken freudestrahlend hoch oben vom Hochzeits-Wagen herab. Daneben ehrfurchtsvoll ein Gefolge und auf der gesamten Zugstrecke, links und rechts, tausende Hochzeitsgäste, die Spalier stehend dem Jubelpaar zujubeln: „Lang lebe das Brautpaar, lang lebe die Fusion!“ – hallt es im Chor! So oder so ähnlich stellte sich der Blog die Szenerie beim Kirner Rosenmontagsumzug auf dem Motivwagen der Karnevalsgesellschaft KFK Kirn vor. Angekündigt hatten die Fastnachter eine närrische Nachstellung der Fusion von Kirn und Kirn Land. Und in etwa so ist es ja dann auch gekommen. Das Brautpaar hält auf einem mit Wappen verzierten Triumphwagen wie feudale Herrscher Einzug in die Stadt und verteilt als Teil des höfischen Hochzeits-Zeremoniells Geschenke, in Form von Kamelle, an die treuen Untertanen. Passte! Und auch das Geheimnis, wer nunmehr in die Rollen von Braut und Bräutigam schlüpfte, wurde spätestens beim Verlassen des Brauereihofes gelüftet. Nein, nicht die auf dem Bild winkende Christa Hermes wurde als heißgeliebte Braut von einem vor Kraft strotzenden stolzen Thomas Jung zum Traualtar geführt. Beide mussten als Trauzeugen vorliebnehmen. In die Rolle der Sissi und ihres heißgeliebten Franz schlüpften KFK-Vertreter. Irgendwie zwar schade, wiederum aber auch nicht weiter schlimm. Tragisch hingegen wäre, wenn beim nächsten Fastnachtsumzug wiedererwartend ein „Scheidunsgswagen“ mit Richter und Anwälten integriert werden müsste. Wäre doch immerhin theoretisch denkbar, dass unter anderer politischer Landes-Führung alle Zwangs-Ehen für null und nichtig erklärt würden. In den momentan verrückten politischen Zeiten, ist nahezu alles möglich.

„Hoch auf dem Hochzeitswagen, steh ich beim Brautpaar vorn,
vorwärts die Zug-Traktoren fahren, nehm ich das Jawort aufs Korn,
Straßen, Wege und Plätze, die Liebenden winken fröhlich ins Volk,
Ich möchte so gerne aussteigen, aber der Wagen der rollt…

Kire Helau: Bürgerinitiative beim Rosenmontagsumzug am Start!


Rettet das Kirner Krankenhaus heißt die BI keine Frage,
das kranke Gesundheitssystem ist nur mit Humor zu ertrage.
Unterm kunterbunten Rettungsschirm, das Motto ist spitze,
auf das sich bei dem Thema die Gemüter werde närrisch erhitze.
wir sind dabei mit wichtiger Botschaft beim Kirner Gaudiwurm,
gegen unser Gesundheitssystem laufen wir alle gemeinsam Sturm,
auf das die Politiker im fernen Berlin endlich mal aufwachen,
dafür lassen es wir Krankenhauskämpfer närrisch krachen.
Helau

Die Entscheidung der Bürgerinitiative „Rettet das Kirner Krankenhaus“, sich mit einer Botschaft dem Gaudiwurm anzuschließen, erwies sich als goldrichtig. Die 30-köpfige Fußgruppe brachte mit närrischem Touch ihre Botschaft unter dem Oberbegriff „der kunterbunte Rettungsschirm“ unter die Narrenschar links und rechts des Wegesrandes. Helau, schallte es durch die Kirner Innenstadt. Keine Frage, mit Humor und vielleicht noch mit medizinisch dosierten Alkohol-Spritzen lassen die die Geschehnisse rund um das Kirner Krankenhaus sowie die grundsätzlichen Schwächen im Gesundheitssystem wohl am ehesten ertragen. Chapeau, auf diese Art und Weise eine Message in die Köpfe der Menschen auf humorvolle Art und Weise zu transportieren, hat was absolut Nachhaltiges. Kreativ muss man sein, auch in der fünften Jahreszeit, um das große Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, was da heißt Erhalt des Kirner Krankenhauses.