Wegweisende Mitarbeiterversammlung im Krankenhaus?

Den 5. Februar sollten sich alle Mitarbeiter des Kirner Krankenhauses dick und fett am Kalender anstreichen. Der Vorstand hat an diesem Tag zu einer womöglich wegweisenden Mitarbeiterversammlung eingeladen. Thema ist die Zukunft des Krankenhauses. Noch ist die Gerüchteküche kalt und auch der Flurfunk schweigt still, aber es kann davon ausgegangen werden, dass seitens der Verantwortlichen wohl positive Nachrichten verkündet werden. Warum? Nun, erfahrungsgemäß hätten sich negative längst herumgesprochen. Der Blog will mal spekulieren und wagt daher eine Prognose hinsichtlich Ablauf und Inhalte.

„Das Konzept der Diakonie sieht einen Ausbau der Wirbelsäulenchirurgie am Standort Kirn vor. Nicht weniger, sondern mehr Patienten werden zukünftig in Kirn behandelt werden. Und auch die Orthopädie wird gestärkt. Beide Abteilungen zusammen werden die Belegzahlen zumindest auf dem Niveau der Vorjahre halten, eventuell sogar erhöhen. Irgendwie zwar ein „weiter so“, aber eines mit Durchatmen-Potenzial. Reicht das auf Dauer? Eher nicht, aber kurzfristig wird der Standort so sicher gerechnet, wohl auch deshalb, weil man auf die bereits zugesicherten Zuschüsse vom Land setzt. Zusammengenommen wird die Botschaft lauten: „Die Diakonie bleibt Träger und spricht eine Bestandsgarantie aus. Mehr noch: Alle Mitarbeiter können sich ihres Arbeitsplatzes sicher sein! Weiter wird der Vorstand seine Mitarbeiter darüber informieren, dass man alles daran setze, das Krankenhaus konzeptionell zukunftsfähig aufzustellen. Mit anderen Worten, es hagelt an typischen Absichtserklärungen und Durchhalteparolen. Revolutionäre Fakten, Fehlanzeige!“

Die Blog-Prognose wird eins zu eins so kommen. Wetten? Was (vorerst) nicht eintritt, ist ein Alleinstellungsmerkmal in der gesundheitlichen Versorgung. Will heißen, die Diakonie wird das Spektrum oder die Bandbreite in Kirn nicht revolutionär ausdehnen – etwa um eine Bauchchirurgie. Dazu fehlen (noch) Mut und Ideen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Über kurz oder lang muss indessen ein entsprechendes upgrade erfolgen, alleine schon deshalb, um dem Status eines Akutkrankenhauses im Sinne der Definition vollumfänglich gerecht werden zu können. Alles andere macht so gar keinen Sinn. Was auch verkündet werden mag, die Bürgerinitiative unter dem Dach des Fördervereins wird die richtungsweisende Mitgliederversammlung begleiten und analysieren.  Muss sie auch, denn vom Ausgang der Mitarbeiterversammlung hängt auch deren weitere Vorgehensweise ab. Logisch, dass eine Art Mahnwache in Form eines Informationsstandes im Eingangsbereich gestellt werden wird. Der Gruppe um Michael und Ellen Müller geht es in erster Linie wieder darum, auf die Notwendigkeit eines Krankenhauses im Mittelzentrum hinzuweisen. Bestandsgarantie steht über allem.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.