Morsche Brücke

Es sind nicht selten die kleinen Randnotizen, wie unlängst gerade im Mitteilungsblatt, die Aufmerksamkeit erzeugen. Schon Anfang September, also vor vier Monaten, berichtetet der Blog über die morsche und baufällige Brücke auf dem „Rentnerplatz“. Weil einzelne Bretter schon fehlen oder zersplittert in alle Richtungen zeigen, ist der Übergang über das Bächlein gefahrlos nicht mehr möglich. Daher hat die Ortsgemeinde die Reißleine gezogen und auf beiden Seiten Sperrungen aufgebaut. Jetzt war die Brücke offenbar Thema im Ortsgemeinderat. „Eine Kostenschätzung zur Instandsetzung soll von der Bauabteilung erstellt werden,“ heißt es wörtlich im Protokoll. Mit anderen Worten, es wird geprüft bis zum Sankt Nimmerleinstag. Dabei erkennt selbst der untalentierteste Laie auf den ersten Blick, dass es mit ein paar neuen Brettern und Balken nicht getan ist. Das Ding hat ausgedient, aber sowas von. Einmal komplett neu bitte! Jahrelang hat das Bauwerk gehalten und treue Dienste geleistet, aber trotz aller Pflege, ist irgendwann halt Schicht im Schacht. Merke, Holz hat eben eine begrenzte Haltwertbarkeit – siehe Sportplatz-Brücke. Bleibt die Frage, ob es überhaupt soweit hätte kommen müssen? Hätte man durch frühzeitige punktuelle Sanierungsmaßnahmen dem witterungsbedingten Verfall nicht effektiv entgegenwirken können? Etwa durch den frühzeitigen Austausch morscher Bretter und Balken. Jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird geprüft. Überhaupt, „prüfen“ ist das bei solchen Fällen das immer wieder gerne zitierte Totschlag-Unwort. Leute, so eine Prüfung ist eine zähe Angelegenheit. Rentner, den Gang über die Brücke könnt Ihr auf lange Sicht vergessen. 2020 wird das nix mehr. Diesbezüglich legt sich der Blog fest. Sehen wir es positiv, zumindest wurde der Gefahrenherd von beiden Seiten gesperrt.

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