Freiwilligentag am 6. Juni

Einmal unverbindlich einen Tag für gute Zwecke investieren – das soll es wieder sein. Das Kirner Land hatte bei der ersten Teilnahme am „Freiwilligentag“ ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. „Es gibt viel zu tun, packen wir’s an!“ Nach diesem Motto soll nunmehr auch die Neuauflage am 6. Juni ein voller Erfolg werden. Kann man an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen? Nun, der Blog ist felsenfest davon überzeugt. Warum? Nun, die Aktion ist von höchster Stelle initiiert. Und wenn etwas politisch gewollt ist, dann hat das Auswirkungen in die untergeordneten Amtsstuben. Das Kirner Land übernimmt da offensichtlich gerne eine Vorreiterrolle. Warum auch nicht? Merke, wenn von den Amtstuben heraus ein Projekt nicht nur angeleiert, sondern massiv gepuscht wird, dann eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten und Ressourcen. In Vollzeit geplant und organisiert und dabei das Ehrenamt mitnehmen – passt. Win-win-Situation! Daher dürfte es wieder einige Projektvorschläge geben, die sich ohne die Initiative nicht oder nur schwerlich umsetzen lassen würden. Herzenswünsche gehen bekanntlich ja nie aus. Allerdings sollte man die Wunschliste nicht unnötig überfrachten. So manche Projekte gehören da einfach nicht drauf. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an das Bahnhofsprojekt vom Vorjahr. Es kann nicht Aufgabe einer Freiwilligen-Initiative sein, das Bahnhofsumfeld in Manier einer Ersatzvornahme zu säubern und mit frischer Farbe aufzupeppen. Das ist Sache der Bahn. Das ist deren Spielplatz. Punkt! Dieses Projekt im Nachgang immer wieder als Mega-Erfolg zu feiern, ist nicht nur peinlich und völlig daneben, sondern auch am Thema vorbei instrumentalisiert.  

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