Abgeordnete informieren sich über Bauprojekte in Hochstetten-Dhaun

Eine riesige Portion Galgenhumor braucht es, um die Situation rund um den Bahnhaltepunkt Hochstetten zu beschreiben. Abendfüllende Büttenreden könnte man über die unendliche Geschichte zum Besten geben. Seit zwei Jahrzehnten schon ist eine generelle Aufhübschung beziehungsweise Sanierung Gegenstand von zumeist SPD-Wahlkampf-Blättchen. Passiert ist bisher nichts! Dass man diesbezüglich nicht zu Potte kommt, ist vor allem dem Verhalten der Bahn geschuldet. Ist ja schließlich deren Spielplatz. Blöd nur, dass die Ortsgemeinde ihren Beitrag – Park & Ride – mit den Maßnahmen an den Bahnsteigen verknüpft. Stillstand allenthalben. Nun wurde ein bereits zugesagter Baustart nochmals um zwei Jahre auf 2022 verschoben. Ohne Gewähr! Grund genug für die kommunalen Politiker-Größen, sich bei einem gemeinsamen Ortstermin einen Überblick zu verschaffen. MdL Markus Stein (SPD) postete auf seiner Internetseite folgendes dazu: „War ursprünglich von Bauträger- und Behördenseite ein Baubeginn im Jahr 2020 kommuniziert worden, wird sich dieser nun womöglich bis 2022 verschieben. Der spätere Baubeginn sei, wie die Abgeordneten erfahren haben, dem langwierigen Planungsverfahren geschuldet.“ Geht’s noch? Langwieriges Planungsverfahren? Bahn und Ortsgemeinde entwickeln doch schon seit zwei Jahrzehnten. Man kann sich auch zu Tode entwerfen. Anderswo stampft man innerhalb von zwei Jahren Flughäfen aus dem Boden und hier braucht es 20 Jahre alleine für die Planung eines popeligen Bahnhaltepunktes. Ohne Worte! Ehrlicher wäre doch wohl zuzugeben, dass die Bahn keinen Bock auf Hochstetten hat! Zugegeben, die Formulierung ist plakativ, aber dennoch zutreffend. Weiter schreibt Stein: „Die Abgeordneten sind sich mit den kommunalpolitischen Vertretern daher einig, dass der Fokus nun darauf liegen müsse, das Verfahren sowie die Baumaßnahme selbst ohne weitere Verzögerung zum Abschluss zu bringen, und sicherten dem Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell und dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thomas Jung dafür ihre Unterstützung zu.“ Boah, Geschwafel in Perfektion aus dem Politiker-Handbuch „Generelle Zusage von Hilfestellung kommt beim Wähler immer gut“ – Band eins! Stellt sich dennoch die Frage, warum erst jetzt und nicht schon viel früher. Nochmals, das Bahn-Projekt wird schon rund 20 Jahre mit höchster Dringlichkeitsstufe auf jedem Flyer gelistet. Fazit: Hauptsache mal wieder drüber geschwätzt! Schönes Bildchen dazu – passt. Die Botschaft ans Wahlvolk lautet: „Wir kümmern uns.“ Die gleichen Personen treiben sicherlich auch die Dammertüchtigung an der Nahe mit Entschlossenheit und Macht voran. Wann sollte da gleich noch mal Baubeginn sein? 2013 oder war es sogar früher? Egal! Was ist bisher passiert? Nichts! Aber jetzt wird alles besser. Man hat sich schließlich getroffen und trifft sich wieder und wieder und wieder…

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