Bei Rücken, weiter nach Kirn!

Ist das Kirner Krankenhaus noch zu retten? So eher nicht! „Seit dem 1. Januar leitet Dr. Nils Irmscher wie angekündigt die Abteilung Wirbelsäulenchirurgie und Orthopädie II. am Diakonie-Krankenhaus an den Standorten Bad Kreuznach und Kirn. Der neue Chefarzt ist Nachfolger von Dr. Thomas Hallbauer. Er wird auch weiterhin in Kirn operativ tätig sein.“ Ist das so? Die Pressemitteilung ruft beim Blog nur wenig Euphorie hervor. Auch auf den zweiten Blick nicht. Zugegeben, für einen Laien liest es sich so, als ob nach dem Wechsel im gleichen Umfang an der Zweigstelle weiter therapiert werden wird wie bisher. „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“. Sehen wir es positiv, der Status-Quo wird gehalten – zumindest in der Außendarstellung. Kann man der trauen? Wenn überhaupt, ist das ausgesendete Signal dennoch nur ein zartes Pflänzchen. Besser, man wäre dazu übergegangen, die Wirbelsäulentherapie komplett nach Kirn zu verlegen. Mit allen Konsequenzen. Slogan: „Kannst Du Dich nicht bewegen, hast Du Rücken, komm nach Kirn, dann wirst Du schmerzfrei und brauchst keine Krücken!“ Kirn braucht ein solches Alleinstellungsmerkmal neben dem ganz normalen Akut-Krankenhausalltag, um sich freischwimmen zu können. Was spricht gegen eine komplette Verlegung? Die frei werdenden Räume könnte die Diakonie sicherlich anderweitig nutzen. Und den Patienten dürfte es egal sein, ob sie sich in der Kreisstadt oder im beschaulichen Kirn behandeln lassen. Hauptsache ihnen wird geholfen. Kirn liegt zentral in der Mitte – passt. Nur Mut liebe Diakonie Vorstände. Gebt Euch einen Ruck. Ein kleiner Schritt für Euch, ein großer für den Standort Kirn. So, genug phantasiert. Wohlwissend, dass über eine komplette Verlegung niemals auch nur im Ansatz nachgedacht werden wird, hört der Blog jetzt als Vorlagengeber auf. Fazit: Sehen wir es positiv und werten wir das Glas als halbvoll. Wahr ist, es geht weiter mit der erstklassigen Wirbelsäulenchirurgie in Kirn. Wahr ist aber auch, allein diese Sparte wird nicht ausreichen für eine dauerhafte Bestandsgarantie. Da muss die Diakonie noch einiges draufsatteln, vor allem in der Breite des Spektrums und in der Akutversorgung. Vielleicht hat die ja noch den berühmten Plan“B“ in der Schublade und den Willen, den dann endlich auch zu ziehen. Die Bürgerinitiative wird ein Auge darauf haben. Ganz sicher.   mehr

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